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		<title>WIdO News</title>
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		<description>Aktuelle Meldungen des WIdO</description>
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			<title>WIdO News</title>
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		<lastBuildDate>Tue, 27 Jul 2010 11:00:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>GGW 3/2010: Arzneimittelmarktsteuerung – Wunsch und Realität</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M54709c3097b.html</link>
			<description>Die Arzneimittelausgaben klettern unbeirrt, trotz aller Anstrengungen zu ihrer Eindämmung. Die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Arzneimittelausgaben klettern unbeirrt, trotz aller Anstrengungen zu ihrer Eindämmung. Die neueste Anstrengung heißt AMNOG (Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes). Der Gesetzgeber hat es Ende Juni in einen Entwurf gegossen. Neben altbekannten reinen Kostendämpfungsmaßnahmen enthält es aber eine ganz neue Idee: die Arzneimittelschnellbewertung, die folgende Ansprüche unter einen Hut bekommen soll:

schnelle Verfügbarkeit neuer therapeutischer Möglichkeiten; dauerhafte Finanzierbarkeit des Krankenversicherungssystems mit gleichem Zugang für die gesamte Bevölkerung; wirtschaftliche Interessen der Hersteller. 

Die tatsächlichen Effekte werden von der ganz konkreten Ausgestaltung einer solchen Arzneimittelschnellbewertung abhängen, schreibt <strong>Gisbert Selke</strong> vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO). 

Schottland macht es uns bereits vor: Dort gibt es seit knapp zehn Jahren eine Arzneimittelschnellbewertung zum Nutzen und mit Ansätzen der Preissteuerung. Zwischen dem Antrag des Herstellers und einer Entscheidung, ob oder unter welchen Bedingungen ein Arzneimittel zulasten des schottischen National Health Service verordnet werden darf, liegen etwa 18 Wochen. <strong>Ken Paterson, Laura McIver und Corinne Booth</strong>&nbsp;vom Scottish Medicines Consortium beschreiben die Erfolgsfaktoren des Modells.


Mit welchen nationalen und regionalen Modellen in anderen europäischen Ländern versucht wird, dem Problem der galoppierenden Arzneimittelausgaben Herr zu werden, beschreiben <strong>Björn Wettermark</strong> von der Stockholmer Gesundheitsbehörde und seine Koautoren.

<strong>WIdO-Themen</strong> 

<ul><li>Buch-Ankündigung – Wie viel Ärzte braucht das Land?</li><li>Gesundheitliche Belastung am Arbeitsplatz – Fragen an die Beschäftigten</li><li>Fehlzeiten-Report 2010 – Erfolg durch Vielfalt</li></ul>


<strong>Links:</strong><br /><link 800 - internal-link "Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster">wido.de/ggw_3_2010_inhalt.html</link>]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 11:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Fehlzeiten-Report 2010: Wettbewerbsvorteil Vielfalt</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M5309509b6ce.html</link>
			<description>Beschäftigte mit Migrationshintergrund im Arbeitsalltag stärker belastet/Herausforderungen für die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Berlin. Immer mehr Unternehmen in Deutschland stellen gezielt Menschen wegen ihres Migrationshintergrundes ein und nutzen deren sprachlichen und kulturellen Kenntnisse. Zugleich sind Beschäftigte mit ausländischen Wurzeln vergleichsweise größeren körperlichen Belastungen ausgesetzt, fühlen sich weniger von Vorgesetzten unterstützt und nicht integriert. Sie haben deshalb deutlich öfter gesundheitliche Beschwerden und sind häufiger krank. Das ist das Ergebnis einer im Fehlzeiten-Report 2010 vorgestellten Befragung in 500 Unternehmen. Der Report, der gemeinsam vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) und der Universität Bielefeld herausgegeben wird, zeigt exemplarisch, wie Unternehmen durch betriebliche Gesundheitsförderung Belastungen verringern, die durch unterschiedliche Lebens- und Arbeitsbedingungen entstehen. Zudem liefert der Fehlzeiten-Report 2010 aktuelle Daten und Analysen zu den krankheitsbedingten Fehlzeiten in der deutschen Wirtschaft.</strong>
<strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong>
Die Zahl der Krankheitstage hat 2009 erneut leicht zugenommen. Laut Fehlzeiten-Report 2010 stieg der Krankenstand im Vergleich zu 2008 von 4,6 auf 4,8 Prozent. Im Durchschnitt dauerte eine Arbeitsunfähigkeit 17,3 Tage. Die Daten basieren auf den Fehlzeiten von 9,7 Millionen bei der AOK versicherten Erwerbstätigen.

Ältere Arbeitnehmer sind laut Statistik weniger, aber dafür länger krank. Frauen sind häufiger, aber kürzer krank. Männer leiden vermehrt unter Muskel-Skelett-Erkrankungen und Verletzungen, Frauen eher unter Atemwegserkrankungen und Depressionen. Die Fehlzeiten unterschieden sich weiter deutlich nach Branchen und Tätigkeiten. Viele Arbeitsunfähigkeitstage weisen Straßenreiniger (28,8 Tage), Waldarbeiter (25,1 Tage) oder Helfer in der Krankenpflege (24,9 Tage) auf. Vergleichsweise wenig&nbsp; Fehlzeiten gibt es bei Hochschullehrern (4,9 Tage), Ingenieuren (6,3 Tage) oder Ärzten (7,1 Tage).

Muskel- und Skeletterkrankungen waren auch 2009 für die meisten Krankheitstage verantwortlich (23 Prozent). In der WIdO-Statistik folgen Atemwegserkrankungen (14 Prozent), akute Verletzungen (12,3 Prozent) und psychische Erkrankungen (8,6 Prozent). „In den letzten Jahren nehmen psychische Erkrankungen kontinuierlich zu“, erläutert Helmut Schröder, Mitherausgeber des Fehlzeiten-Reports und stellvertretender WIdO-Geschäftsführer. „Im Vergleich zu anderen Krankheiten sind sie aber häufig mit langen Ausfallzeiten verbunden. Bei einer Atemwegserkrankung fehlt ein Beschäftigter im Schnitt&nbsp; 6,5 Tage, bei einer psychischen Erkrankung sind es fast 23 Tage.“ 

<strong>Gezielte betriebliche Gesundheitsförderung</strong>
Die Vielfalt verschiedener Kulturen, Werte, Überzeugungen innerhalb der Belegschaft und die Veränderung der Altersstrukturen stellen viele Unternehmen vor neue Herausforderungen. „Die Universität Bielefeld und das WIdO haben deshalb für den aktuellen Fehlzeiten-Report das Schwerpunktthema `Vielfalt managen: Gesundheit fördern – Potenziale nutzen´ gewählt“, erläutert Mitherausgeber Schröder. „Wir wollen zeigen, wie Betriebe es schaffen können, vor dem Hintergrund der Globalisierung und des demografischen Wandels ihre Mitarbeiter zu fördern, neue Fachkräfte zu gewinnen und damit letztendlich wettbewerbsfähig und innovativ zu bleiben.“

Als Beispiel nennt der Fehlzeiten-Report einen bayerischen Betrieb, dessen türkische Beschäftigte häufiger krank waren als die deutschen Kollegen. In Zusammenarbeit mit der AOK Bayern hat das Unternehmen neben körperlich anstrengender Akkord- und Schichtarbeit weitere belastende Faktoren identifiziert: ungleiche Behandlung durch Vorgesetzte, Sprachprobleme und damit verbundene Informationsdefizite sowie starre Arbeitszeiten während des islamischen Fastenmonats Ramadan. Gemeinsam mit den Mitarbeitern hat der Betrieb Lösungen gefunden. Jetzt gibt es zum Beispiel Wunschschichten während der unterschiedlichen Feiertage. Vier Wochen Betriebsurlaub ermöglichen den türkischen Mitarbeitern einen längeren Aufenthalt in der Heimat. Führungskräfte lernen Türkisch und in der Kantine stehen internationale Gerichte auf der Speisekarte. Der Krankenstand ist auch dadurch gesunken und das Betriebsklima hat sich deutlich verbessert.

Diese und weitere Ergebnisse zum Schwerpunktthema „Vielfalt managen: Gesundheit fördern – Potenziale nutzen“ wie auch aktuelle Daten und Analysen zu den krankheitsbedingten Fehlzeiten in der deutschen Wirtschaft finden sich im soeben erschienen Fehlzeiten-Report 2010.

<strong>Badura/Schröder/Klose/Macco (Hrsg.): Fehlzeiten-Report 2010, Schwerpunktthema: Vielfalt managen: Gesundheit fördern – Potenziale nutzen; Berlin 2010; 491&nbsp;Seiten; broschiert, 49,95&nbsp;€; ISBN 978-3-642-12897-4.</strong>

Pressemitteilung downloaden <link fileadmin/wido/downloads/pdf_pressemitteilungen/wido_pra_pm_fzr10_0710.pdf - download "Startet den Datei-Download">>>></link>&nbsp;]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 11:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title> Änderung der Praxisgebühr stößt auf breite Ablehnung</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M52e16ef805b.html</link>
			<description>Versichertenbefragung des WIdO</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Berlin. Die 2004 eingeführte Praxisgebühr von 10 Euro pro Quartal findet bei den Ver­sicherten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) recht hohe Akzeptanz. Änderungsvorschläge wie die Erhebung einer Praxisgebühr bei jedem Arztbesuch oder eine prozentuale Beteiligung der Patienten an den ärztlichen Behandlungskosten stoßen jedoch auf einhellige Ablehnung. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Reprä­sentativ-Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) unter mehr als 2.500 GKV-Versicherten.</strong>
<strong></strong>
<strong></strong>
<strong></strong>

Das WIdO hatte die Versicherten im Mai und Juni 2010 gefragt, ob die Praxisgebühr bei ent­sprechend erhöhten Krankenkassenbeiträgen wieder abgeschafft oder ob sie beibehalten werden sollte. Gut zwei Drittel der Befragten (68,4 Prozent) sprach sich für die Beibehaltung aus, während ein gutes Viertel (26,5 Prozent) für eine Abschaffung der Praxisgebühr bei höheren Kassenbeiträgen plädierte. Dieses Meinungsbild findet sich weithin stabil über alle Alters- und Einkommensgruppen hinweg.

Änderungen der Praxisgebühr, wie sie teilweise aktuell gefordert und diskutiert werden, erteilen die Versicherten eine klare Absage. Nur 9 Prozent befürworten eine Praxisgebühr bei jedem Arztbesuch. Und lediglich 5,9 Prozent der Versicherten sprechen sich dafür aus, die Patienten prozentual an den Arztkosten zu beteiligten. Die übergroße Mehrheit der Befragten (82,4 Prozent) will dagegen an der derzeitigen Zahlungsweise festhalten, wonach die Praxisgebühr ein Mal pro Quartal gezahlt wird.

„Die Ablehnung von Veränderungen der derzeitigen Praxisgebühr ist an Deutlichkeit kaum zu übertreffen“, kommentiert Dr. Klaus Jacobs, Geschäftsführer des WIdO, die Ergebnisse der Versichertenbefragung. „Die Politik sollte im Hinblick auf einen möglichen Ausbau dieses Instruments äußerst vorsichtig sein. Sonst könnte dessen mittlerweile recht hohe Akzeptanz schnell in eine generelle Missbilligung umschlagen, wenn bei den Patienten der Eindruck vorherrscht, durch eine höhere Praxisgebühr lediglich zusätzlich abkassiert zu werden.“

<strong>WIdO-Chef Jacobs: Ausbau der vertragsbasierten Versorgungssteuerung im Wettbewerb statt mehr Selbstbeteiligung der Patienten</strong>

<strong></strong>
Jacobs warnt vor allem vor falschen Erwartungen in Bezug auf die Steuerungswirkungen der Praxisgebühr: „Wer glaubt, dass bei der Steuerung der Inanspruchnahme von Gesundheits­leistungen in erster Linie bei den Patienten angesetzt werden muss, liegt falsch. Warum ver­langt denn gerade die private Krankenversicherung (PKV) händeringend nach direkten Ver­tragsbeziehungen zu den Leistungserbringern? Doch nur, weil die PKV die grundsätzlich begrenzte Wirkung individueller Steuerungsinstrumente wie Selbstbeteiligungen der Patien­ten aus eigener Erfahrung kennt.“

„Anstatt individuelle Steuerungsinstrumente wie die Praxisgebühr in der GKV weiter auszu­bauen, sollte sich die Politik vor allem bemühen, die Rahmenbedingungen für vertrags­basierte Versorgungskonzepte wie Disease-Management-Programme, Hausarztversorgung oder Integrierte Versorgung auf wettbewerblicher Grundlage zu verbessern.“ Nur so könne laut Jacobs gewährleistet werden, dass keine unnötigen Leistungen erbracht und in An­spruch genommen würden, dass aber umgekehrt auch keine Inanspruchnahme von notwen­digen Leistungen unterbliebe, was zu hohen Folgekosten führen könne. 

Wer etwa fordere, dass die in Disease-Management-Programme (DMP) eingeschriebenen chronisch Kranken künftig nicht mehr von der Praxisgebühr befreit werden können, erwiese der Chronikerversorgung einen Bärendienst. Durch einen solchen Schritt – sowie durch Ab­schaffung der Finanzierung von DMP-Programmkostenpauschalen aus dem Gesundheits­fonds – würde nicht nur die Qualität der Chronikerversorgung gefährdet. Schon auf mittlere Sicht würden auch die Ausgaben für chronisch Kranke als Resultat einer schlechteren Ver­sorgung deutlich steigen. Daran könne kein verantwortlich handelnder Politiker interessiert sein.

<strong>Pressekontakt:</strong>
Dr. Klaus Jacobs<br />Tel.: 030/34646-2393<br /><link klaus.jacobs@wido.bv.aok.de>klaus.jacobs@wido.bv.aok.de</link>
]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 14:01:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="http://www.wido.de/uploads/media/wido_ges_pm_praxisgebuehr_0710.pdf" length ="46077" type="application/pdf" />
		</item>
		
		<item>
			<title>Behandlungsergebnisse nach QSR-Verfahren im AOK-Krankenhausnavigator</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M50d5afccc2e.html</link>
			<description>Die AOK bietet Menschen auf der Suche nach einem Krankenhaus jetzt eine einzigartige...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die AOK bietet Menschen auf der Suche nach einem Krankenhaus jetzt eine einzigartige Orientierungshilfe für überwiegend planbare Operationen im Internet an.&nbsp;Grundlage ist das vom Wissenschaftlichen Institut der AOK entwickelte QSR-Verfahren, in dem Routinedaten für die Bewertung des Behandlungserfolgs bis zu einem Jahr nach dem operativen Eingriff analysiert werden. 

Zunächst in vier Pilotregionen erhalten Patienten, die an Hüft- oder Kniegelenken oder wegen eines Oberschenkelbruchs nahe dem Hüftgelenk operiert werden müssen, im AOK-Krankenhausnavigator aussagekräftige Informationen über die Behandlungsergebnisse von Krankenhäusern. Den Anfang machen Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe.

Weitere Informationen finden sich unter den unten angegebenen Links

<strong>Ansprechpartner:</strong>

PD Dr. Günther Heller 
Tel. 030/34646-2121 
<link javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+hvfouifs/ifmmfsAxjep/cw/bpl/ef');>guenther.heller(at)wido.bv.aok.de</link> 

Kerstin Heyde 
Tel. 030/34646-2597 
<link javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+lfstujo/ifzefAxjep/cw/bpl/ef');>kerstin.heyde(at)wido.bv.aok.de</link> 

Christian Günster 
Tel. 030/34646-2128 
<link javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+disjtujbo/hvfotufsAxjep/cw/bpl/ef');>christian.guenster(at)wido.bv.aok.de</link>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 14:42:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Arzneimittelklassifikation für den deutschen Arzneimittelmarkt erschienen</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M59aed2d573e.html</link>
			<description>Berlin. Der GKV-Arzneimittelindex im Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) hat die aktuelle...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Berlin. Der GKV-Arzneimittelindex im Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) hat die aktuelle Klassifikation der deutschen Arzneimittel mit Tagesdosen für 2010 veröffentlicht. Die Systematik ermöglicht Experten aus Wissenschaft und Praxis herauszufinden, welche Arzneimittel mit welchen Wirkstoffen in welchen Mengen verbraucht wurden und damit zentrale Fragen der Arzneimittelverbrauchsforschung zu beantworten. Das umfassende Klassifikationssystem basiert auf dem international geltenden anatomisch-therapeutisch-chemischen (ATC) System der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und wurde speziell an die Situation des deutschen Arzneimittelmarktes angepasst und erweitert. Seit nunmehr zehn Jahren wird die Systematik einschließlich der vollständigen Methodik der ATC-Klassifikation und DDD-Festlegung jährlich veröffentlicht und hat sich in der Fachwelt als methodischer „Goldstandard“ bei der Durchführung von Arzneimittelanalysen und in der Arzneimittelverbrauchsforschung etabliert. Zu den Nutzern zählen beispielsweise die GKV-Arzneimittelschnellinformation (GAmSI), die Ärzten Informationen über ihr Verordnungsverhalten zur Verfügung stellt. Seit 2009 dient die Klassifikation auch zur Identifikation erkrankter Versicherter im Rahmen des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs. Die Klassifikation wird außerdem – wie bereits seit fünf Jahren – unter Einbindung von Krankenkassen, Ärzten und Pharmaindustrie im Rahmen der Arbeitsgruppe ATC/DDD vom Bundesministerium für Gesundheit zum <br />1. Januar 2011 für amtlich erklärt.</strong>

Seit 1981 analysiert der GKV-Arzneimittelindex im WIdO den deutschen Arzneimittelmarkt. Ziel ist eine verbesserte Anwendungs- und Markttransparenz. Erst die eindeutige Zuordnung von Arzneimitteln mit Hilfe der ATC-Systematik und die Messung der verordneten Arzneimittelmenge mit Hilfe definierter Tagesdosen (defined daily doses, DDD) ermöglicht eine tiefergehende und reproduzierbare Analyse der Verordnungsdaten in Deutschland. 

Hierfür stellt die aktuelle Klassifikation Kategorien für mehr als 7.000 Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen auf fünf verschiedenen anatomischen, therapeutischen und chemischen Ebenen sowie die zugehörigen Tagesdosen (DDD) als Maßeinheit zur Verbrauchsmessung zur Verfügung. 

Die ATC-Systematik des GKV-Arzneimittelindex bindet sowohl die aktuelle internationale Systematik als auch nationale Anpassungen für Deutschland ein und bildet damit den gegenwärtigen Arzneimittelmarkt in Deutschland umfassend ab. Die vollständige Publikation des ATC-Index mit DDD-Angaben einschließlich der Methodik der ATC/DDD-Klassifikation ist ab sofort auf der Website des WIdO kostenfrei als Download abrufbar (<link http://wido.de/arz_atcddd-klassifi.html>http://wido.de/arz_atcddd-klassifi.html</link>).

Hier steht ebenfalls die seit 1. Januar 2010 gültige amtliche Fassung des ATC-Index mit DDD-Angaben für Deutschland zur Verfügung, die die Verwendung der ATC-Systematik auch für gesetzliche Aufgaben wie beispielsweise Preisvergleiche (§ 73 Abs. 8 SGB V) ermöglicht (<link http://wido.de/amtl_atc-code.html>http://wido.de/amtl_atc-code.html</link>). Je nach Verwendungskontext kann der Anwender entweder die aktuelle Klassifikation des GKV-Arzneimittelindex oder für gesetzliche Aufgaben die amtliche deutsche Fassung mit Stand Januar 2010 nutzen. 

Uwe Fricke, Judith Günther und Anette Zawinell:<br />Anatomisch-therapeutisch-chemische Klassifikation mit Tagesdosen für den deutschen Arzneimittelmarkt.<br />Methodik der ATC-Klassifikation und DDD-Festlegung.<br />ATC-Index mit DDD-Angaben.<br />Stand April 2010<br />Berlin 2010

<strong>Pressekontakt:</strong><br />Dr. Claudia Bulin<br />Tel.: 030/34646-2393<br />Fax.: 030/34646-2144<br /><link claudia.bulin@wido.bv.aok.de>claudia.bulin@wido.bv.aok.de</link>]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 12:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>GGW 2/2010: Gesundheit als Kapital – Zwischen Anspruch und Wirklichkeit</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M553ad3aebe7.html</link>
			<description>Viel zu häufig wird unser Gesundheitswesen erst aktiv, wenn die Krankheit ausgebrochen ist....</description>
			<content:encoded><![CDATA[Viel zu häufig wird unser Gesundheitswesen erst aktiv, wenn die Krankheit ausgebrochen ist. Möglicherweise wäre es sinnvoller zu schauen, was den Mensch gesund hält. Wie das geht – im Sinne der Salutogenese das zu stärken, was uns gesund bleiben lässt –, beschreiben <strong>David Beck</strong>, <strong>Verena Bonn</strong> und <strong>Gerhard Westermayer</strong> sehr anschaulich am Beispiel von Pflegekräften im stationären und ambulanten Bereich.

Wer aber trägt eigentlich die Verantwortung dafür, dass wir gesund sind und es auch bleiben? <strong>Bettina Schmidt</strong> sieht hier nicht ausschließlich den Einzelnen in der Pflicht. Gesundheit sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und könne gar nicht in Einzelanstrengung erbracht werden. Sie plädiert auch dafür, nicht nur die Eliten darüber entscheiden zu lassen, was gesundes Verhalten ist. Der Beitrag lohnt, um die eigenen Denkschablonen einmal gründlich zu überprüfen.

Um Gesundheitsförderung bei einer leider wachsenden Gruppe von Arbeitnehmern geht es in dem Artikel von <strong>Antje Ducki</strong> und <strong>Christine Busch</strong>. Die Autorinnen beschreiben die besonderen Belastungen von prekär Beschäftigten und stellen ein Modell vor, wie betriebliche Gesundheitsförderung auch für diese Arbeitnehmer erfolgreich gestaltet werden kann.

<strong>WIdO-Themen</strong>

<ul><li><strong>Wege für einen rationalen Umgang mit neuen Medikamenten</strong></li></ul>
<blockquote>Internationale Arzneimittelexperten tagen beim WIdO</blockquote>

<ul><li><strong>Pauschalen für niedergelassene Ärzte</strong></li></ul>
<blockquote>Erschwerter Einblick in die Versorgung </blockquote>

<ul><li><strong>Fehlzeiten 2009</strong></li></ul>
<blockquote>Häufiger krank durch Grippe und Erkältung</blockquote>]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 14:04:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Behandlungsergebnisse der Berliner Kliniken bei Hüft- und Kniegelenksersatz sowie Oberschenkelbrüchen veröffentlicht</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M5713d805986.html</link>
			<description>Berlin. Der Verlag Der Tagesspiegel hat auf der Grundlage einer Zusammenarbeit mit der AOK...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Berlin. Der Verlag Der Tagesspiegel hat auf der Grundlage einer Zusammenarbeit mit der AOK Berlin-Brandenburg, dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) und dem Gesundheitsstadt Berlin e.V. Komplikationsraten der Kliniken bei Hüft- und Kniegelenksersatz-Operationen sowie hüftgelenksnahen Oberschenkelbrüchen veröffentlicht.&nbsp; Der Gelenkersatz ist nach dem Verschleiß des Hüft- oder Kniegelenks notwendig. In den Berliner Kliniken kam es in den Jahren 2005 bis 2007 in zwischen 1% und 26 % der Fälle zu einer ungeplanten Folgeoperation (Revisions-Operation) während oder nach dem Einbau eines künstlichen Hüftgelenks. Das WIdO ermittelte die Angaben auf Grundlage des Verfahrens Qualitätssicherung mit Routinedaten (QSR), dessen Methodik gemeinsam mit den Berliner Kliniken weiterentwickelt wurde.</strong>

<strong></strong>
Im Rahmen der Zusammenarbeit der AOK Berlin-Brandenburg, dem Verlag der Tagesspiegel GmbH und dem Gesundheitsstadt Berlin e.V. führte das WIdO die Qualitätsanalysen von Berliner Krankenhäusern durch, die künstliche Hüftgelenke oder künstliche Kniegelenke einsetzen bzw. Patienten mit Brüchen des Oberschenkels im Bereich der Hüfte operieren. 

Mit den ausgewählten Eingriffen werden von der Operationstechnik ähnliche, insgesamt häufige und oft planbare Leistungen dargestellt. Zudem werden Qualitätsinformationen aus diesem Bereich besonders häufig nachgefragt.

Dabei konnten erstmals auch Ereignisse nach dem Krankenhausaufenthalt analysiert werden, darunter ungeplante Folgeeingriffe innerhalb eines Jahres und definierte chirurgische Komplikationen innerhalb von 90 Tagen nach der Operation. Außerdem wurde die Sterblichkeit in diesem Zeitintervall untersucht. 

Darüber hinaus erlaubt die gemeinsame Betrachtung von unterschiedlichsten Komplikationen im Krankenhaus wie nach der Entlassung eine breite und zuverlässige Erfassung der Versorgungsqualität von Kliniken bzw. Abteilungen.

Die Methodik der Ergebnismessung folgt dem ursprünglich von der AOK und den HELIOS-Kliniken GmbH entwickelten QSR-Verfahren. Bei diesem Verfahren werden Daten aus der Abrechnung von Krankenhausleistungen mit Versichertenstammdaten der AOK in Verbindung gebracht. Dadurch wird eine patientenbezogene Analyse unter Berücksichtigung von poststationären Ereignissen ermöglicht. Im Rahmen der regionalen Transparenzinitiative wurde die Methodik mit einzelnen Vertretern der Kliniken weiterentwickelt.

Vor dem Hintergrund zurückgehender Verweildauern im Krankenhaus wird es immer wichtiger, mögliche Komplikationen der Eingriffe auch nach der Krankenhausentlassung zu betrachten. Mit anderen Qualitätserhebungen ist dies derzeit nicht abbildbar. 

Mehr Infos im Internet: <link http://wido.de/qualitaetsforschung.html>http://wido.de/qualitaetsforschung.html</link>
<br /><br />
<strong>Pressekontakt:</strong>
PD Dr. med. Günther Heller<br />Tel.: 030/34646-2121<br />Fax.: 030/34646-2144<br />guenther.heller@wido.bv.aok.de
]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 10:17:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>Grippewelle verantwortlich für steigenden Krankenstand</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M5aef2763a19.html</link>
			<description>Berlin. Krankheitsbedingte Fehlzeiten in der deutschen Wirtschaft haben erneut zugenommen, wie das...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Berlin. Krankheitsbedingte Fehlzeiten in der deutschen Wirtschaft haben erneut zugenommen, wie das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) heute mitteilt. 2009 stieg bei den 9,7 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmern der Krankenstand im Vergleich zum Vorjahr von 4,6 auf 4,8 Prozent. Vor allem Krankheiten des Atmungssystems wie die Grippe sind für die Zunahme der Fehlzeiten im vergangenen Jahr verantwortlich. „Ein Viertel aller AOK-versicherten Beschäftigten wurde 2009 mindestens einmal wegen einer Atemwegserkrankung krankgeschrieben“, so Helmut Schröder vom WIdO.</strong>
<strong></strong>
Nach den Influenzawerten des Robert-Koch-Instituts war die Grippewelle zu Beginn und Ende des Jahres 2009 in Deutschland unterwegs. Der monatliche Verlauf des Krankenstands bei der AOK bestätigt diese Entwicklung: Danach lagen die Höchstwerte der atemwegsbedingten Krankschreibungen im Januar und November 2009. „Der Anstieg des Krankenstandes wäre ohne diese beiden Grippewellen wesentlich moderater ausgefallen“, sagt Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. Im Schnitt dauerte eine Atemwegserkrankung 6,5 Tage und lag damit im Jahr 2009 um 11,7 % über der Erkrankungsdauer des Vorjahres.

Insgesamt waren 2009 mehr als die Hälfte der 9,7 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmer (54 % aller AOK-Mitglieder) mindestens einmal krankgeschrieben. Im Durchschnitt dauerte eine Arbeitsunfähigkeit 17,3 Tage (2008: 16,9 Tage). Die meisten Ausfalltage entfielen auf Muskel- und Skeletterkrankungen (23,0 %), Atemwegserkrankungen (14,0 %), Verletzungen (12,3 %) und psychische Erkrankungen (8,6 %). Neben dem starken Anstieg der Atemwegserkrankungen sind die steigenden Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen verantwortlich für die Entwicklung des Krankenstands.

<strong>Pressekontakt:</strong><br />Katrin Macco <br />Tel.: 030/3 46 46–25 76<br />Fax: 030/3 46 46–21 44<br /><link katrin.macco@wido.bv.aok.de>katrin.macco@wido.bv.aok.de</link> ]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 11:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>GGW 1/2010: Rationierung im Gesundheitswesen</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M574ddb75e52.html</link>
			<description>Es ist logisch, dass der Forschritt in der Medizin Geld kostet und bei nicht unbegrenzten Mitteln...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Es ist logisch, dass der Forschritt in der Medizin Geld kostet und bei nicht unbegrenzten Mitteln nicht alles für jeden bezahlt werden kann. Und das Problem wird sich mit der individualisierten Medizin weiter verschärfen. Was also tun? Zunächst einmal „Effizienzreserven heben“. Dass hier das Potenzial entgegen mancher Beteuerungen von (offizieller) Ärzteseite noch längst nicht ausgeschöpft ist, erläutert <strong>Norbert Schmacke</strong>, Leiter der Arbeits- und Koordinierungsstelle Gesundheitsversorgungsforschung an der Universität Bremen, anhand konkreter Beispiele in seinem Kommentar. 

Wenn alle Effizienzreserven ausgeschöpft sind, wird das große Kunststück eine gerechte Verteilung von begrenzten Gesundheitsleistungen sein. Wie man sich einer solchen gerechten Verteilung nähert, erläutert <strong>Georg Marckmann</strong> vom Institut für Ethik und Geschichte der Medizin an der Universität Tübingen. 

Jeanine Staber und <strong>Heinz Rothgang</strong> vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen schauen in die USA, nach England und nach Schweden und formulieren interessante Argumente für eine vernünftige deutsche Diskussion.

<strong>WIdO-Themen</strong>
<ul><li><strong>Heilmittelbericht 2009/2010</strong></li></ul>
<blockquote>Mit Heilmitteltherapie fit für die Schule</blockquote>

<ul><li><strong>Versorgungsanalyse</strong></li></ul>
<blockquote>Herzinsuffizienz nimmt zu – Ausgaben steigen</blockquote>]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 14:10:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Jeder fünfte Junge braucht vor der Einschulung eine Sprachtherapie</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M5d22c5f9f10.html</link>
			<description>Berlin. Knapp 23.000 Jungen im Alter von sechs Jahren wurden 2008 in ihrer Sprachentwicklung durch...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin. Knapp 23.000 Jungen im Alter von sechs Jahren wurden 2008 in ihrer Sprachentwicklung durch eine Sprachtherapie unterstützt. Das sind 21,9 Prozent der sechsjährigen Jungen, die bei der AOK versichert sind. In diesem Alter erhielten außerdem 13,6 Prozent eine ergotherapeutische Behandlung. Beim Übergang vom Kindergarten in die Schule kommt es seit Jahren zu einem vorübergehenden Anstieg von Verordnungen, die Kindern mit Sprach- und anderen Entwicklungsstörungen Hilfe leisten sollen. Das zeigt der heute vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) herausgegebene Heilmittelbericht 2009/2010.

Von den 24 Millionen AOK-Versicherten wurden im Jahr 2008 insgesamt 17,5 Prozent mit einer Behandlung aus dem Bereich der Physiotherapie, Ergotherapie oder Sprachtherapie versorgt: Rund 350.000 Kinder unter 15 Jahren und mehr als 3,8 Millionen Erwachsene. 

Bei Kindern wurden vor allem sprachtherapeutische und ergotherapeutische Therapien eingesetzt, insbesondere im Übergang vom Kindergarten in die Grundschule. Bei den sechsjährigen Kindern sind 21,9 Prozent der Jungen und 14,1 Prozent der Mädchen in sprachtherapeutischer Behandlung. „Möglicherweise werden die Defizite in der sprachlichen Entwicklung des Kindes beim Kinderarzt im Rahmen der entsprechenden Regeluntersuchungen oder in den Schuleingangsuntersuchungen entdeckt“, sagt Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO. Darüber hinaus erhalten 13,6 Prozent der sechsjährigen Jungen, aber lediglich 5,2 Prozent der Mädchen dieser Altergruppe eine Ergotherapie.

„Auch wenn&nbsp;Ergo- und Sprachtherapie helfen können, Defizite der kindlichen Umwelt zu bewältigen, müssen die Eltern mit dem Arzt abwägen, ob zehn und mehr Therapiesitzungen das richtige Mittel der Wahl darstellen“, so Helmut Schröder. Alternative Ansätze in Form von verhaltens- und verhältnispräventiven Maßnahmen in Kindergärten und Schulen sowie im Elternhaus seien wichtig, um Gesundheitsstörungen schon in frühen Jahren vorzubeugen. So hat die AOK bereits 2007 die bundesweite Initiative „Gesunde Kinder – gesunde Zukunft“ gestartet. Mit dem Projekt „TigerKids“ erreicht sie in bundesweit 2.000 Kindertagesstätten die Kleinsten, um sie spielerisch über gesunde Ernährung und Bewegung aufzuklären.

Physiotherapeutische Leistungen wie Krankengymnastik und Massage wurden 2008 knapp 33 Millionen mal an gesetzlich Versicherte verordnet, davon 12 Millionen mal an AOK-Versicherte. Rein statistisch hat somit jeder GKV-Versicherte 3,6 Heilmittelbehandlungen erhalten. Dabei sind physiotherapeutische Heilmittelbehandlungen mit 3,2 Behandlungen je Versicherten insgesamt stärker an der Versorgung beteiligt. Bedarf an diesen Therapien haben vor allem Erwachsene und hier insbesondere Frauen: Sie beanspruchten 2008 über 63 Prozent der physiotherapeutischen Behandlungen, die von der AOK gezahlt wurden. Bei etwa 46 Prozent aller Behandlungen war eine Wirbelsäulenerkrankung der Grund für eine Verordnung, bei einem weiteren Viertel eine Erkrankung der Extremitäten und des Beckens. Knapp 2,3 Millionen AOK-Versicherte wurden bei diesen Beschwerdebildern mit einer normalen Krankengymnastik – der häufigsten Heilmittelbehandlung – versorgt. 

Die Kosten für die insgesamt rund 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten mit 251 Milli-onen einzelnen Heilmittelbehandlungen beliefen sich die Ausgaben auf 4,1 Milliarden Euro. Damit lagen die Heilmittelaufwendungen pro Versicherten im vergangenen Jahr bei 59,04 Euro.

Der Heilmittelbericht 2009/2010 gibt Antwort auf die Fragen, wer welche Heilmittel bei wel-chem Facharzt aufgrund welcher Erkrankung erhält. Ärzte, Therapeuten und Krankenkassen können aus den Entwicklungen von gestern Handlungsoptionen für morgen ableiten. Damit kann den Heilmittelpatienten auch zukünftig eine zielgenaue und qualitativ hochwertige Heilmittelversorgung angeboten werden. 

<strong>Mehr Infos im Internet:</strong> <link http://wido.de/heilmittel_2009_2010.html>http://wido.de/heilmittel_2009_2010.html</link>

<strong>Pressekontakt:</strong><br />Wissenschaftliches Institut der AOK<br />Helmut Schröder<br />Tel.: 030-34646-2393<br />Fax: 030-34646-2144<br /><link helmut.schroeder@wido.bv.aok.de>helmut.schroeder@wido.bv.aok.de</link> 

Andrea Waltersbacher<br />Tel.: 030-34646-2393<br />Fax: 030-34646-2144<br /><link andrea.waltersbacher@wido.bv.aok.de>andrea.waltersbacher@wido.bv.aok.de</link>]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 10:30:00 +0100</pubDate>
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