<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
	<channel>
		
		<title>WIdO News</title>
		<link>http://www.wido.de/</link>
		<description>Aktuelle Meldungen des WIdO</description>
		<language>de</language>
		<image>
			<title>WIdO News</title>
			<url>http://www.wido.de/EXT:tt_news/ext_icon.gif</url>
			<link>http://www.wido.de/</link>
			<width></width>
			<height></height>
			<description>Aktuelle Meldungen des WIdO</description>
		</image>
		<generator>TYPO3 - get.content.right</generator>
		<docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs>
		
		
		
		<lastBuildDate>Fri, 17 May 2013 12:00:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Jeder Versicherte erhält rund 1,5 Arzneimittel am Tag</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M53c7f87df39.html</link>
			<description>Berlin. Die knapp 70 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland haben im...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Berlin. Die knapp 70 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland haben im Jahr 2012 insgesamt 633 Millionen Arzneimittelpackungen von niedergelassenen Ärzten verordnet bekommen. In diesen Arzneimitteln waren 37,9 Milliarden Tagesdosen enthalten. Rein rechnerisch nimmt damit jeder Versicherte Tag für Tag 1,5 Arzneimittel ein. Am häufigsten wurden Bluthochdruckmittel verordnet, so eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).</b>
<br />Die Menge der verordneten Tagesdosen ist ausgehend von 26,1 Milliarden im Jahr 2004 um 45 Prozent auf 37,9 Milliarden im Jahr 2012 angestiegen. Damals reichte die Menge aus, jeden Versicherten an jedem Tag im Jahr mit nur einem Arzneimittel zu behandeln. Heute sind es bereits 1,5 Arzneimittel. „Dabei ist bekannt, dass der Arzneimittelverbrauch insbesondere bei älteren Menschen hoch ist und mit der Anzahl der Erkrankungen ansteigt. Außerdem haben Frauen generell einen um 20 Prozent höheren Verbrauch an Arzneimitteln als Männer“, sagte Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Die aktuellen Analysen des WIdO basieren auf der Klassifikation der deutschen Arzneimittel mit Tagesdosen, die helfen, die Reichweite von Arzneimittelverordnungen zu analysieren. Diese Klassifikation ermöglicht Experten aus Wissenschaft und Praxis herauszufinden, welche der knapp 68.000 verschiedenen verordneten Arzneimittelpackungen mit welchen der knapp 2.500 verschiedenen Wirkstoffen in welchen Mengen im Jahr 2012 verbraucht wurden.
<br />Der Blick auf das Wirkstoffprofil des Jahres 2012 zeigt deutlich, dass die großen Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen oder Diabetes medikamentös therapiert werden. So vereinigen die 20 meistverordneten Wirkstoffklassen mit ihren 841 einzelnen Wirkstoffen bzw. Wirkstoffkombinationen bereits mehr als 86 Prozent aller verordneten Tagesdosen. 20,8 Prozent der im Jahr 2012 verordneten Tagesdosen entfielen allein auf die Bluthochdruckmittel mit ACE-Hemmern und Sartanen.
<br />Seit 1981 analysiert das WIdO mit dem GKV-Arzneimittelindex den deutschen Arzneimittelmarkt. Ziel ist eine verbesserte Anwendungs- und Markttransparenz. Denn erst die eindeutige Zuordnung von Arzneimitteln mithilfe der ATC-Systematik und die Messung der verordneten Arzneimittelmenge mit definierten Tagesdosen (defined daily doses, DDD) ermöglicht eine tiefergehende und reproduzierbare Analyse der Verordnungsdaten in Deutschland. Hierfür stellt die aktuelle Klassifikation Kategorien für mehr als 7.000 Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen auf fünf verschiedenen anatomischen, therapeutischen und chemischen Ebenen sowie die zugehörigen Tagesdosen (DDD) als Maßeinheit zur Verbrauchsmessung zur Verfügung.
<br />Das umfassende Klassifikationssystem basiert auf dem international geltenden anatomisch-therapeutisch-chemischen (ATC) System der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und wurde speziell an die Situation des deutschen Arzneimittelmarktes angepasst und erweitert. „Seit nunmehr zwölf Jahren wird die Systematik einschließlich der vollständigen Methodik der ATC-Klassifikation und DDD-Festlegung jährlich veröffentlicht und hat sich in der Fachwelt als methodischer „Goldstandard“ bei der Durchführung von Arzneimittelanalysen und in der Arzneimittelverbrauchsforschung etabliert“, so Schröder.
<br />Zu den Nutzern zählen beispielsweise die GKV-Arzneimittelschnellinformation (GAmSI), die Ärzten Informationen über ihr Verordnungsverhalten zur Verfügung stellt. Seit 2009 dient die Klassifikation auch zur Identifikation erkrankter Versicherter im Rahmen des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs. Die Klassifikation ist außerdem seit acht Jahren Grundlage für die Arbeitsgruppe ATC/DDD. In dem Verfahren erklärt das Bundesministerium für Gesundheit diese unter Einbindung von Krankenkassen, Ärzten und Pharmaindustrie jeweils zum 1. Januar für amtlich.
<br />Die ATC-Systematik des GKV-Arzneimittelindex berücksichtigt sowohl die aktuelle internationale Systematik als auch nationale Anpassungen für Deutschland und bildet damit den gegenwärtigen Arzneimittelmarkt in Deutschland umfassend ab. Die vollständige Publikation des ATC-Index mit DDD-Angaben einschließlich der Methodik der ATC/DDD-Klassifikation ist ab sofort auf der Website des WIdO kostenfrei als Download abrufbar.
<br />Mehr Infos im Internet: <link http://wido.de/arz_atcddd-klassifi.html>http://wido.de/arz_atcddd-klassifi.html</link> 
<br />Uwe Fricke, Judith Günther, Anette Zawinell, Rana Zeidan
Anatomisch-therapeutisch-chemische Klassifikation mit Tagesdosen
für den deutschen Arzneimittelmarkt.
Methodik der ATC-Klassifikation und DDD-Festlegung.
ATC-Index mit DDD-Angaben.
Stand April 2013
Berlin 2013

Pressemitteilung downloaden <link fileadmin/wido/downloads/pdf_pressemitteilungen/wido_arz_pm_atcddd_0513.pdf - download "Initiates file download">&gt;&gt;&gt;</link>

<b>Pressekontakt</b>
Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)
Christine Göpner-Reinecke
Tel.: 030/3 46 46–2011
E-Mail: <link christine.goepner-reinecke@wido.bv.aok.de>christine.goepner-reinecke@wido.bv.aok.de</link> ]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			<author>helmut.schroeder@wido.bv.aok.de</author>
			<pubDate>Fri, 17 May 2013 12:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>GGW 2/13 erschienen</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M5f73939e984.html</link>
			<description>Abmulante Vergütung</description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine medizinische Versorgung, die dem Bedarf entspricht, dem Patienten nutzt, seine Gesundheit oder Lebensqualität verbessert und ihm nicht schadet – eine solche Versorgung ist leistungsgerecht zu honorieren. Darüber dürfte Konsens bestehen. Ein Vergütungssystem, das diese Forderungen zuverlässig erfüllt, ist aber noch nicht gefunden. Welche Vergütungsform(en) also setzen die Anreize so, dass die richtige und weder zu viel noch zu wenig Medizin gemacht wird? Gleicht die Beantwortung dieser Frage der Suche nach dem Stein der Weisen?

Vor einigen Jahren tauchte das Zauberwort Pay-for-Performance (P4P) auf. Der Gedanke, die Vergütung direkt an die Qualität der erbrachten Leistungen zu binden, klang bestechend.&nbsp; Volker Amelung, Sören Jensen, Christian Krauth und Sascha Wolf weisen allerdings darauf hin, dass P4P auch Risiken birgt. Der wichtigste Vorteil aus Sicht der Autoren sei, dass P4P die Akteure dazu zwinge, sich über Qualitätsziele zu verständigen. 

Das Gegenteil von P4P ist sozusagen die Capitation. Zu dieser pauschalierten Vergütung liegen aus der Schweiz langjährige Erfahrungen aus Managed-Care-Modellen vor. Die Vergütung über Capitation führte dort zu geringeren Kosten und besserer Qualität. Warum die neuen Verträge dennoch wieder zur Einzelleistungsvergütung übergehen, erklärt Konstantin Beck. 

Das derzeitige duale Krankenversicherungssystem mit je eigener ambulanter Gebührenordnung von PKV und GKV eigne sich ebenfalls nicht, die richtigen Anreize für eine effektive und effiziente medizinische Versorgung zu setzen und gleichzeitig leistungsgerecht zu honorieren. Eine Kombination von P4P und morbiditätsbasierten Pauschalen innerhalb eines einheitlichen ambulanten Vergütungssystems soll die Problematik beheben können, meint Anke Walendzik. Vielleicht sind wir dem Fundort des Stein der Weisen damit ja ein Stück näher gekommen.]]></content:encoded>
			
			<author>wido@wido.bv.aok.de</author>
			<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 10:51:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Individuelle Gesundheitsleistungen: Ärzte halten sich zu wenig an Vorgaben </title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M5ad87c2895a.html</link>
			<description>Ärzte kommen ihrer Aufklärungspflicht bei privat zu zahlenden Leistungen nur ungenügend...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Ärzte kommen ihrer Aufklärungspflicht bei privat zu zahlenden Leistungen nur ungenügend nach.</b>
<b></b>
<b>Berlin. Gesetzlich versicherte Patienten bekommen beim Arzt immer mehr privat zu zahlende Leistungen angeboten. Im vergangenen Jahr war es fast jeder Dritte, bei dem eine solche individuelle Gesundheitsleistung angeboten oder abgerechnet wurde. Doch zwei Drittel der Patienten hatten im Vorfeld keine schriftliche Zustimmung für die Behandlung erteilt; jeder Fünfte hat keine Rechnung erhalten. Dabei ist beides eindeutig vorgeschrieben. Welche Defizite es im Umgang mit den Privatleistungen noch gibt, zeigt der neue WIdOmonitor des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).</b>

Der Anteil der gesetzlich Versicherten, die 2012 eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten bekamen oder bei denen eine solche Leistung abgerechnet wurde, verdreifachte sich zwischen 2001 und 2012 von 8,9 Prozent auf 29,9 Prozent (Abbildung 1). Die Gesamtzahl der angebotenen bzw. nachgefragten IGeL betrug damit 2012 hochgerechnet auf alle erwachsenen gesetzlich Versicherten über 26 Millionen. Das ist ein Zuwachs um 65 Prozent gegenüber 2005. 18,2 Millionen IGeL wurden tatsächlich erbracht. Bei durchschnittlichen Kosten von 70 Euro je Leistung umfasst der IGeL-Markt somit rund 1,3 Milliarden Euro.

Deutliche Defizite bei der ärztlichen Beratung
Bietet ein Arzt eine privat zu zahlende Leistung an, muss er die Patienten über den Nutzen und die Zuverlässigkeit der Behandlungsmethode aufklären, eine schriftliche Vereinbarung vom Patienten unterzeichnen lassen und eine Rechnung ausstellen. Doch bei der Qualität der ärztlichen Beratung und der Umsetzung der rechtlichen Vorgaben zeigten sich in der repräsentativen Befragung für den WIdOmonitor des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) deutliche Defizite: Die befragten Patienten haben mehrheitlich keine schriftliche Zustimmung für die IGeL-Leistung erteilt (65,9 Prozent) und mehr als ein Fünftel (22,1 Prozent) hat keine Rechnung über die erbrachte Leistung erhalten (Abbildung 2). Damit haben sich die Probleme im formalen Umgang mit IGeL im Vergleich zu 2010 sogar noch verstärkt. Damals hatte etwa jeder Zweite (54,4 Prozent) keine schriftliche Vereinbarung geschlossen und nur jeder Siebte (14,5 Prozent) hatte keine Rechnung erhalten.

Auch ihrer Informationspflicht kommen viele Ärzte nur unzureichend nach. Nur in jedem zweiten Fall (53,5 Prozent) wurde der Nutzen der angebotenen IGeL gut erklärt. Jeder Fünfte (20 Prozent) empfand die Beratung sogar als schlecht oder sehr schlecht (Abbildung 3). Angaben über die Zuverlässigkeit empfohlener Diagnoseverfahren erhielten nur 46,2 Prozent der Befragten, bei Glaukomvorsorgeuntersuchungen sogar nur 28,3 Prozent. Darüber hinaus fühlten sich mehr als ein Viertel der Patienten (26,9 Prozent) vom Arzt zeitlich unter Druck gesetzt bei ihrer Entscheidung für oder gegen eine IGeL-Leistung.<br />Dabei hatte der Deutsche Ärztetag bereits 2006 Grundsätze zum Umgang mit IGeL formuliert, in denen genau diese Aspekte thematisiert wurden. „In der Praxis kommen die Ärzte den von ihnen selbst aufgestellten Anforderungen an den Umgang mit privat zu zahlenden Leistungen nur ungenügend nach. IGeL sind und bleiben ein Stachel in der Beziehung zwischen Arzt und Patient“, sagte Klaus Zok, Autor des WIdOmonitors.

Angebot für IGeL steigt mit dem Haushaltseinkommen
Die Initiative für die Inanspruchnahme einer Selbstzahlerleistung ging nur in knapp einem Drittel der Fälle (30,1 Prozent) von den Patienten aus. Die Zahl der angebotenen Selbstzahlerleistungen korreliert deutlich mit dem Haushaltsnettoeinkommen der Patienten: Je höher das Einkommen, desto mehr IGeL werden angeboten. Analysen nach Alter und Gesundheit der Befragten ergaben dagegen keinen Zusammenhang (Abbildung 4). „Das vertieft den Eindruck, dass für das Angebot von Privatleistungen die wirtschaftlichen Interessen des Arztes im Vordergrund stehen und nicht die medizinische Notwendigkeit“, so Klaus Zok.

Die Ergebnisse des WIdOmonitors beruhen auf einer bundesweiten Befragung vom November und Dezember 2012. Die repräsentative Stichprobe umfasst 2.003 Personen ab 18 Jahren, die bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind. Die befragten Versicherten verteilen sich auf alle Krankenkassen.

Mehr Infos im Internet:
Der WIdOmonitor 1/2013 steht unter
<link wido_monitor_1_2013.html>http://www.wido.de/wido_monitor_1_2013.html</link> 
zum Download bereit.

Pressekontakt:
Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)
Christine Göpner-Reinecke
Tel.: 0 30/3 46 46–2011
E-Mail: <link christine.goepner-reinecke@wido.bv.aok.de>christine.goepner-reinecke@wido.bv.aok.de</link> 

Download Pressemitteilung mit Abbildungen <link fileadmin/wido/downloads/pdf_pressemitteilungen/wido_pm_widomonitor1-13_0313.pdf - download "Initiates file download">&gt;&gt;&gt;</link>]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			<author>klaus.zok@wido.bv.aok.de</author>
			<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 12:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Städte im Ruhrgebiet mit den höchsten Fehlzeiten</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M509ece463a7.html</link>
			<description>Berlin. Die Gelsenkirchener Arbeitnehmer waren im Jahr 2012 durchschnittlich 23,5 Tage im Jahr...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="MARGIN: 0cm 0cm 12pt"><b style="mso-bidi-font-weight: normal">Berlin. Die Gelsenkirchener Arbeitnehmer waren im Jahr 2012 durchschnittlich 23,5 Tage im Jahr krankgeschrieben und liegen damit an der Spitze aller deutschen Großstädte. Das ergab eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), die gravierende Unterschiede bei den Fehlzeiten der Arbeitnehmer in den 50 größten deutschen Städten zeigte. Die geringsten Fehltage haben danach Dresdner Beschäftigte. Der Beruf hat einen großen Einfluss darauf, wie oft und wie lange Arbeitnehmer krank sind. „Setzt sich die Belegschaft mehr aus Akademikern zusammen, die dann auch noch insbesondere in den Branchen Dienstleistungen, Banken und Versicherungen tätig sind, sind die Ausfallzeiten deutlich geringer“, so Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.</b></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 12pt">Bei den AOK-versicherten Arbeitnehmern hat der Krankenstand im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr zugenommen und liegt nunmehr bei 4,9 Prozent. Insbesondere psychische Erkrankungen sind weiterhin auf dem Vormarsch. Die von ihnen verursachten Ausfalltage sind seit 1994 um 120 Prozent angestiegen und sind mit langen Ausfallzeiten verbunden: Diese dauern mit 24,9 Tagen je Fall mehr als doppelt so lange wie der Durchschnitt aller Erkrankungen mit 11,8 Tagen je Fall.</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 12pt">In klassischen Industriestädten wie Gelsenkirchen oder Bochum lassen sich deutlich mehr Fehlzeiten beobachten als in Städten mit einem höheren Anteil von Beschäftigten im Dienstleistungssektor. Unter den deutschen Großstädten mit den meisten Fehlzeiten befinden sich deshalb viele Kommunen aus Nordrhein-Westfalen. Die Hauptstadt Berlin liegt mit 18,8 Tagen im oberen Mittelfeld. Dresden schneidet beim Städteranking mit 13,8 Tagen am besten ab.</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 12pt">Das ist kaum verwunderlich, denn Faktoren wie Alter, Geschlecht und Beruf üben einen ebenso großen Einfluss auf die Krankheitshäufigkeit und -länge aus wie die Krankheitsart selbst. So haben Berufe mit hohen körperlichen Arbeitsbelastungen, beispielsweise in der Ver- und Entsorgung, in der industriellen Gießerei aber auch Bus- und Straßenbahnfahrer oder Altenpfleger deutlich höhere Ausfallzeiten. &quot;In Berufen mit hoher körperlicher Arbeitsbelastung und zahlreichen Arbeitsunfällen gibt es mehr krankheitsbedingte Fehltage. Deshalb sind Arbeiter stärker betroffen als Dienstleister im Büro&quot;, so Helmut Schröder.</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 12pt">Die meisten der insgesamt 153 Millionen Krankheitstage 2012 entfielen auf die Gruppe der Muskel- und Skeletterkrankungen (22,9 Prozent), gefolgt von akuten Verletzungen (11,8 Prozent), Atemwegserkrankungen (11,4 Prozent) und psychischen Erkrankungen (10,1 Prozent). Nachvollziehbare Unterschiede zwischen den Städten zeigen sich insbesondere bei den Muskel- und Skeletterkrankungen sowie den psychischen Erkrankungen: In Gelsenkirchen entfallen mehr als ein Viertel (25,5 Prozent) der Arbeitsunfähigkeitstage auf Muskel- und Skeletterkrankungen, in Dresden nicht einmal ein Fünftel (18,5 Prozent). Dagegen sind die Arbeitnehmer in Dresden (13,4 Prozent) häufiger als in Gelsenkirchen (10,8 Prozent) wegen psychischer Erkrankungen arbeitsunfähig. Gleichwohl Hamburg einen mittleren Platz im Fehlzeiten-Ranking aufweist, belegt die Hansestadt den Spitzenplatz bei den psychischen Erkrankungen: Jeder siebte Fehltag der Beschäftigten (14,1 Prozent) wird durch eine psychische Krankheit begründet. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 10,1 Prozent.</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 12pt">„Diese Ergebnisse machen deutlich, welchen spezifischen Krankheitsrisiken die Beschäftigten mit ihren jeweiligen Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Städten ausgesetzt sind. Präventionsangebote sollten deshalb immer speziell auf die Ausgangssituation der Menschen bezogen werden“, so Schröder.</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 12pt">Der Analyse des WIdO liegen die Daten von 11 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmern zugrunde, die 2012 in mehr als 1,3 Millionen Betrieben beschäftigt waren.</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 12pt">Download Pressemitteilung <link fileadmin/wido/downloads/pdf_pressemitteilungen/wido_bgf_pm_krankenstand_2012_0313.pdf - download "Initiates file download">&gt;&gt;&gt;</link></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 12pt">Download Abbildung <link fileadmin/wido/downloads/pdf_pressemitteilungen/wido_au_tage_2012_0313.pdf - download "Initiates file download">&gt;&gt;&gt;</link></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 12pt"></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><b>Pressekontakt:</b></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Christine Göpner-Reinecke</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Tel.: 030/3 46 46–2011</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><span style="mso-ansi-language: EN-US" lang="EN-US">E-Mail: </span><link christine.goepner-reinecke@wido.bv.aok.de><span style="mso-ansi-language: EN-US" lang="EN-US">christine.goepner-reinecke@wido.bv.aok.de</span></link><span style="mso-ansi-language: EN-US" lang="EN-US"> </span></p>
<h1 style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"></h1>]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 15 Mar 2013 15:10:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>GGW 1/13 erschienen</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M513735be689.html</link>
			<description>„Krisen sollten Chancen sein – für jene, die sie erleiden, nicht für jene, die sie erzeugen“, sagt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[„Krisen sollten Chancen sein – für jene, die sie erleiden, nicht für jene, die sie erzeugen“, sagt der Schweizer Publizist Ernst Reinhardt. Der Konjunktiv bringt es aber schon zum Ausdruck: So ist es leider nicht. Die Wirtschafts- und -Finanzkrise belastet auch die Gesundheits- und Sozialsysteme der europäischen Länder. Auf hohe Verschuldung und Arbeitslosigkeit antworten Regierungen mit teils massiven Sparmaßnahmen. Diese seien aber besonders problematisch, wenn sich die soziale Lage der Bevölkerung sowieso verschlechtere, schreibt <b>Rolf Schmucker</b>. Der Autor empfiehlt, aus Public-Health-Sicht für antizyklische Investitionen in Gesundheit einzutreten, um der Abwärtsspirale von Arbeitslosigkeit, Armut und sich verschlechternder Gesundheit zu entkommen.
<br />Der Gesundheitsfonds, vor vier Jahren eingeführt, schwimmt hingegen (noch) im Geld. Allerdings hätten sich Erwartungen, mit dem Fonds mehr versorgungsorientierten Krankenkassenwettbewerb zum Nutzen der Versicherten zu erzielen, nicht erfüllt, meinen <b>Klaus Jacobs und Jürgen Wasem</b>. Dennoch plädieren sie nicht für seine Abschaffung. Mit einer Neujustierung des Zusatzbeitrags habe er eine Zukunft. Aufgrund des europäischen Fiskalpakts müsse aber die wachsende Steuerfinanzierung überdacht werden, denn mit dem Pakt geraten haushaltspolitische Entscheidungen verstärkt unter europäische Kontrolle.
<br />Einem ganz anderen Thema widmet sich der dritte Beitrag. <b>Susanne Ozegowski</b> von der TU Berlin schaute sich die Kodierung ambulanter Diagnosen in Deutschland an. Dabei stellte sie teils erhebliche und systematische regionale Kodierunterschiede fest. Da sich diese auf den Morbi-RSA und damit auf die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds auswirken können, ist die Autorin dafür, die Kodierqualität ambulanter Diagnosen per Gesetz zu verbessern.]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			<author>wido@wido.bv.aok.de</author>
			<pubDate>Thu, 24 Jan 2013 11:27:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Jeder vierte Junge zur Einschulung in Sprachtherapie</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M50f798a1a5a.html</link>
			<description>
Berlin. Bei vielen Kindern wird der Schuleintritt therapeutisch begleitet: So erhielt jeder...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
<b>Berlin. Bei vielen Kindern wird der Schuleintritt therapeutisch begleitet: So erhielt jeder fünfte AOK-versicherte fünfjährige Junge und jeder vierte Sechsjährige 2011 eine Sprachtherapie. Von den AOK-versicherten fünfjährigen Mädchen erhielten 13,2 Prozent eine sprachtherapeutische Maßnahme, bei den sechsjährigen Mädchen lag der Anteil bei 16,8 Prozent. Das beschreibt der aktuelle Heilmittelbericht 2012 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). „Damit wird in dieser Altersgruppe häufiger als in allen anderen eine Sprachtherapie verordnet“, sagte Helmut Schröder, stellvertretender WIdO-Geschäftsführer.</b>

Der Heilmittelbericht 2012 analysiert die 34,6 Millionen Heilmittelrezepte, die 2011 für die 70 Millionen GKV-Versicherten ausgestellt wurden. Danach wurden von den rund 139.500 Vertragsärzten insgesamt fast 41,5 Millionen Leistungen aus Physiotherapie, Ergotherapie, Podologie und Sprachtherapie an GKV-Versicherte verordnet. Knapp 274 Millionen einzelne Sitzungen wurden damit von den gesetzlich Versicherten in Anspruch genommen – mit Gesamtkosten von 4,85 Milliarden Euro. „Rein rechnerisch bedeutet das fast 4 Behandlungen im Gegenwert von 70 Euro für jeden der 70 Millionen gesetzlich Versicherten“, erläuterte Helmut Schröder. Für die 4,6 Millionen AOK-Versicherten, die 2011 eine Therapie erhalten haben, werden im Heilmittelreport zusätzlich die Diagnosen und patientenbezogenen Kennzahlen ausgewertet.

<b>Ergotherapie und Sprachtherapie für den Übergang vom Kindergarten in die Schule</b>
Dabei zeigte sich wie schon in den Vorjahren, dass Ergotherapie und Sprachtherapie vor allem rund um den Schuleintritt verordnet werden. Im vergangenen Jahr haben etwa 25 Prozent der AOK-versicherten sechsjährigen Jungen und fast 17 Prozent der gleichaltrigen Mädchen eine sprachtherapeutische Maßnahme erhalten, um Störungen der normalen Sprech- und Sprachentwicklung entgegenzuwirken. Bei den fünf- bis neunjährigen AOK-Versicherten benötigten gut 136.000 im Jahr 2011 vorübergehend eine sprachtherapeutische Maßnahme. Insgesamt erhielten rund 191.000 AOK-versicherte Kinder bis einschließlich 14 Jahre eine sprachtherapeutische Verordnung. Sie nahmen damit 70 Prozent der gesamten Sprachtherapien zu Lasten der AOK in Anspruch. Der Umsatz für die Versorgung der gesamten GKV-Versicherten mit sprachtherapeutischen Behandlungen hatte einen Anteil an den Heilmittelausgaben von 11 Prozent und betrug 536 Millionen Euro.

Auch die ergotherapeutischen Maßnahmen zu Lasten der AOK wurden 2011 vor allem von Jungen im Alter von sechs Jahren (13,5 Prozent) sowie von Mädchen im Alter von sieben Jahren (5,5 Prozent) in Anspruch genommen. Insgesamt haben 122.000 AOK-versicherte Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre eine Ergotherapie erhalten. Sie stellten damit 46,5 Prozent aller AOK-versicherten ergotherapeutischen Patienten. 70 Prozent Jungen dieser Patientengruppe waren Jungen. Im Gegensatz zur Sprachtherapie, die 2011 noch einen Zuwachs bei den Kindern verzeichnen konnte, blieb das Niveau der ergotherapeutischen Versorgung für Kinder und Jugendliche konstant. Insgesamt kostete die ergotherapeutische Versorgung der GKV-Versicherten 679 Millionen Euro. Damit betrug der Anteil der Ergotherapie 14 Prozent des Gesamtvolumens der GKV-Heilmitteltherapien.

<b>Aktivierende Maßnahmen in der Physiotherapie nehmen zu</b>
Wirbelsäulenerkrankungen mit Gelenkfunktions- und Muskelspannungsstörungen waren die häufigste Diagnose, die Heilmittelpatienten 2011 in die Praxen führten. Mit einem Anteil von 45 Prozent ist Krankengymnastik die am häufigsten eingesetzte Behandlungsart bei dieser Diagnose. Massagen waren lange Zeit die zweitstärkste Anwendung in der Physiotherapie. Ihr Anteil sank im letzten Jahr weiter zugunsten von Krankengymnastik. Insgesamt wurden 35,6 Millionen Leistungen aus dem Maßnahmenkatalog der Physikalischen Therapie und Physiotherapie von gesetzlich Versicherten in Anspruch genommen (AOK: 12 Millionen dieser Leistungen). Dies entspricht rund 234 Millionen einzelnen physiotherapeutischen Sitzungen mit einem Gegenwert von 3,5 Milliarden Euro. Knapp zwei Drittel der Patienten sind Frauen. Die meisten Verordnungen erhielten die weiblichen AOK-Versicherten in der Altersgruppe 70 bis 79 Jahre: Rechnerisch wurde jede Frau in diesem Alter mit mindestens einer Leistung versorgt.
<br />Der jährliche Heilmittelbericht des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) analysiert die Heilmittelverordnungen der GKV mit Facharzt- und Regionalbezug und zeigt dabei Trends der Inanspruchnahme durch die Versicherten auf. Die Ergebnisse sind Grundlage für Gespräche und Verhandlungen mit Ärzten, Therapeuten und Krankenkassen über eine wirtschaftliche und dabei qualitativ hochwertige Heilmittelversorgung.



Pressemitteilung mit Abbildungen downloaden <link fileadmin/wido/downloads/pdf_heil_hilfsmittel/wido_hei_pm_hmb2012_1212.pdf - download "Initiates file download">&gt;&gt;&gt;</link>

Mehr Infos unter:<link 911 - internal-link "Opens internal link in current window"> http://wido.de/heilmittel_2012.htm</link>

<b>Pressekontakt:</b>
Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)
Andrea Waltersbacher
Tel.: 030/34646-2393
Fax.: 030/34646-2144
E-Mail: <link heilmittel@wido.bv.aok.de>heilmittel@wido.bv.aok.de</link>]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			<author>andrea.waltersbacher@wido.bv.aok.de</author>
			<pubDate>Wed, 19 Dec 2012 16:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>GGW 4/12 erschienen</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M59e786ffa69.html</link>
			<description>Das Gesundheitssystem steckt voller Mythen. Einer von ihnen lautet: Weil die Menschen immer älter...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Gesundheitssystem steckt voller Mythen. Einer von ihnen lautet: Weil die Menschen immer älter werden, klettern die Ausgaben für Gesundheit exorbitant. Dieser Zusammenhang erscheint auf den ersten Blick einleuchtend. Bei genauerem Hinsehen allerdings bestätigt er sich nicht. 
<br /><b>David Bowles</b> und <b>Wolfgang Greiner</b> stellen dar, dass nicht das Alter entscheidend für die Höhe der Gesundheitsausgaben ist. Es sind vielmehr die zeitliche Nähe zum Tod, der medizinisch-technische Fortschritt sowie die Fragen, ob die Menschen mehr oder weniger Lebenszeit in Krankheit verbringen und welche Erankungen vorherrschen.
<br />Viel Kritik gab es gegen die frühe Nutzenbewertung für Arzneimittel, die das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) seit Januar 2011 fordert. Es diene nur dazu, die Präparate herabzuwürdigen, um die Preise drücken zu können. Ein Jahr nach Veröffentlichung der ersten Dossier-Bewertung haben <b>Katrin Nink, Helmut Hörn, Katrin Pieper</b> und <b>Yvonne-Beatrice Böhler</b> nun eine erste Bilanz gezogen: Die vielen im Vorfeld geäußerten Befürchtungen erwiesen sich als grundlos. Das Verfahren sei ein Zugewinn an Evidenz und Transparenz für Ärzte und Patienten.
<br />Ein Plädoyer gegen Wildwuchs und Überforderung von Patienten bei privatärztlichen zahnärztlichen Leistungen hält <b>Wolfgang Kirchhoff</b>. Seit Einführung der „befundbezogenen Festzuschüsse“ durch die Große Koalition im Jahr 2005 müssen die Versicherten hier zum Teil tief in die Tasche greifen. Die Leistungen seien dabei überwiegend nicht evidenzbasiert. Der Patient sei zudem mit der Bewertung der von seinem Zahnarzt vorgeschlagenen Behandlungen überfordert. Kirchhoff fordert daher dringend mehr Transparenz, eine Qualitätssicherung, die ihren Namen verdient, und den Schutz der Patienten vor finanzieller Überforderung.
]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			<author>wido@wido.bv.aok.de</author>
			<pubDate>Mon, 22 Oct 2012 18:10:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Arzneiverordnungs-Report 2012</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M5013e1e5fcb.html</link>
			<description>Fakten über den Arzneimittelmarkt 2011

Die Analysen des seit 1985 jährlich erscheinenden...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Fakten über den Arzneimittelmarkt 2011</b>

Die Analysen des seit 1985 jährlich erscheinenden Arzneiverordnungs-Reports basieren auf knapp 784 Millionen Arzneimittelverordnungen für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Erstmals wurden im Arzneiverordnungs-Report 2012 an ausgewählten Stellen neben dem Bruttoumsatz auch die Nettokosten für Fertigarzneimittel beschrieben, also Bruttoumsätze nach Apothekenverkaufspreisen abzüglich gesetzlicher Abschläge von Herstellern und Apotheken. Die Daten werden vom Projekt GKV-Arzneimittel-index des WIdO ausgewertet und für den Arzneiverordnungs-Report zur Verfügung gestellt.

<b>Arzneimittelverbrauch in Deutschland</b>
2011 wurden jedem GKV-Versicherten in Deutschland durchschnittlich 9,0 Arzneimittelpackungen mit 520 definierten Tagesdosen (DDD) verordnet. Dies führte zu Nettokosten von 378 Euro je Person. Die regionalen Ergebnisse zeigen: Die verordnungsstarken fünf neuen Bundesländer belegen die Spitzenpositionen im Umsatzranking je Versicherten 2011 <i>(siehe Abbildung 1)</i>. Sie liegen mit ihren Pro-Kopf-Nettokosten ein Viertel über dem Bundesdurchschnitt: Mecklenburg-Vorpommern mit dem Spitzenwert von 483 Euro je GKV-Versicherten liegt damit knapp 60 Prozent über dem Vergleichswert aus Bremen mit 308 Euro. Dies wird unter anderem dadurch verursacht, dass häufig teure patentgeschützte Analogprodukte verordnet werden, die keinen therapeutischen Zusatznutzen für den Patienten haben. Hätten die Ärzte anstelle von teuren Analogpräparaten therapeutisch mindestens gleichwertige patentfreie Alternativen verschrieben, hätten 2011 je GKV-Versicherten in Mecklenburg-Vorpommern 59 Euro und in Bremen 23 Euro eingespart werden können. Im Bundesdurchschnitt könnte damit jeder zehnte Euro ohne Qualitätsverlust gespart werden: Für Brandenburg liegt das Potenzial immerhin bei 13,1 Prozent der Nettokosten, in Bremen bei 7,5 Prozent.

<b>Gesetzliche Kostendämpfung und Rabattverträge wirken</b>
Laut GKV-Arzneimittelindex ist die Zahl der Verordnungen 2011 geringfügig zurückgegangen <i>(siehe Abbildung 2)</i>. Dank der Arzneimittelrabattverträge und gesetzlicher Sparmaßnahmen seit August 2010 (16-Prozent-Herstellerabschlag für Nicht-Festbetragsarzneimittel sowie Preismoratorium bis Ende 2013) sind die Ausgaben der Krankenkassen 2011 für Arzneimittel gesunken.
<br />Den Rabattverträgen verdankten die Krankenkassen im vergangenen Jahr Einsparungen von rund 1,6 Milliarden Euro <i>(siehe Abbildung 3)</i>. Die Einsparungen entsprechen im GKV-Schnitt 5,5 Prozent der Arzneimittelausgaben.
<br />Der Wert je Arzneimittelverordnung ist leicht angestiegen <i>(siehe Abbildung 4)</i>. Diese Entwicklung kommt trotz sinkender Preise zustande, weil die Ärzte auch 2011 mehr teure Präparate verordnet haben. Diese Entwicklung wird als Strukturkomponente in der Statistik berücksichtigt.

<b>Wirtschaftlichkeitspotenzial weiter hoch</b>
Die Analysen des Arzneiverordnungs-Reports 2012 zeigen, dass es nach wie vor ein erhebliches Einsparpotenzial gibt, das erstmals auf Basis von Nettokosten bestimmt wurde: 3,1 Milliarden Euro könnten demnach ohne Qualitätseinbußen in der Therapie eingespart werden, wenn noch konsequenter preiswerte Generika verordnet würden, wenn anstelle von teuren Analogpräparaten therapeutisch mindestens gleichwertige patentfreie Alternativen verschrieben würden und wenn Ärzte ganz auf Arzneimittel mit umstrittener Wirksamkeit verzichten würden.

Die Zahlen aus dem Arzneiverordnungs-Report 2012 belegen allerdings, dass sich diese drei Marktsegmente in den vergangenen Jahren durchaus unterschiedlich entwickelt haben.

<b>Umstrittene Arzneimittel fast kein Thema mehr</b>
Arzneimittel mit umstrittener Wirksamkeit machten Anfang der 90er Jahre nahezu 40 Prozent der Verordnungen und damit fast ein Drittel des gesamten GKV-Arzneimittelumsatzes aus. 2011 lag ihr Umsatzanteil nur noch bei 2,5 Prozent <i>(siehe Abbildung 5)</i>. Seit dem weitgehenden Ausschluss nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel aus der GKV-Erstattung durch das GKV-Modernisierungsgesetz 2004 stagniert der Umsatz mit zumeist rezeptfreien Arzneimitteln mit umstrittener Wirksamkeit auf niedrigem Niveau. Dennoch hätten auch im vergangenen Jahr 516 Millionen Euro zusätzlich für eine wirksame Therapie zur Verfügung gestanden, wenn vollständig auf die Verordnung dieser Produkte verzichtet worden wäre.

<b>Erfolgsmodell Generika</b>
Von den Medikamenten, die gesetzlich Versicherten im generikafähigen Marktsegment verschrieben wurden, waren 87 Prozent im Jahr 2011 tatsächlich Generika <i>(siehe Abbildung 6)</i>. Der Verordnungsanteil ist damit konstant hoch. Hier setzen Rabattverträge und Festbeträge an, um die nach wie vor vorhandenen Wirtschaftlich-keitsreserven im generikafähigen Markt zu realisieren, denn trotz fallender Preise gibt es weiterhin erhebliche Preisunterschiede <i>(siehe Abbildung 7)</i>. Seit 2007 nutzen die meisten Krankenkassen die Möglichkeit, durch Direktverträge mit Herstellern kassenindividuelle Preisvorteile zu realisieren. Als erste gesetzliche Krankenkasse hat die AOK Arzneimittelrabattverträge für Generika europaweit ausgeschrieben und sie rechtssicher durchgesetzt. Aktuell laufen Versorgungsverträge für 175 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen mit einem jährlichen AOK-Umsatz im Umfang von knapp 4 Milliarden Euro. Am 1. Oktober 2012 werden die AOK-Verträge zur achten Vertragstranche in Kraft treten. Sie umfasst weitere 15 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen mit einem AOK-Umsatzvolumen von 0,5 Milliarden Euro. 

<b>Anteil patentgeschützter Arzneimittel deutlich gestiegen</b> 
Der Umsatzanteil patentgeschützter Arzneimittel hat sich in den vergangenen 16 Jahren mehr als vervierfacht. Im Jahr 2011 betrug der Bruttoumsatz rund 14,1 Milliarden Euro. Davon entfielen laut GKV-Arzneimittelindex 3,4 Milliarden auf patentgeschützte Analogpräparate, die keinen Zusatznutzen haben<i> (siehe Abbildung 8)</i>. Für mehr als 80 Prozent des GKV-Umsatzes mit patentgeschützten Medikamenten gibt es keine Festbeträge und damit keine dauerhafte Preisregulierung. Auch für Präparate, die 2011 auf dem deutschen Markt eingeführt wurden, können die Hersteller im ersten Jahr nach Marktzugang jeden beliebigen Preis von den Kassen verlangen.
<br />Abhilfe schafft hier das Arzneimittelmarkt-Neuordungsgesetz (AMNOG). Über eine frühe Nutzenbewertung wird für Präparate mit Markteinführung ab Januar 2011 innerhalb von sechs Monaten nach Marktzugang geklärt, ob sie einen höheren Nutzen als bereits vorhandene Mittel haben. Ist dies nicht der Fall, sollen entweder ein Festbetrag oder zentrale Preisverhandlungen sicherstellen, dass diese Mittel nicht teurer sind als die Vergleichstherapie. Gibt es einen Zusatznutzen, verhandelt der GKV-Spitzenverband zentral mit dem Hersteller über den Preis.
<br />Bis Anfang September 2012 wurde der therapeutische Nutzen von 30 Wirkstoffen und Wirkstoffkombinationen für insgesamt 44 Indikationen bewertet. Bei mehr als der Hälfte der Indikationen war kein Zusatznutzen erkennbar, nur bei rund elf Prozent wurde ein beträchtlicher Zusatznutzen nachgewiesen. Die ersten Preisverhandlungen für die Wirkstoffe Ticagrelor, Pirfenidon, Bromfenac und Regadenoson wurden bereits abgeschlossen. Die Wirkstoffe Azilsartanmedoxomil und Pitavastatin wurden in bestehende Festbetragsgruppen eingeordnet. Darüber hinaus besteht mit dem AMNOG auch die gesetzliche Möglichkeit, den sogenannten Bestandsmarkt mit patentgeschützten Präparate mit Markteintritt vor 2011 einer frühen Nutzenbewertung zuzuführen. Einen ersten Schritt zur Bewertung solcher Produkte hat der Gemeinsame Bundesausschuss im Juni dieses Jahres gemacht. Er veranlasste die Nutzenbewertung der Wirkstoffe Sitagliptin, Vildagliptin, Saxagliptin sowie der Wirkstoffkombinationen Metformin/Sitagliptin und Metformin/Vildagliptin, die bei der Behandlung des nicht-insulinpflichtigen Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt werden. Die pharmazeutischen Unternehmen sollen ihre Dossiers bis Ende 2012 vorlegen, damit die Nutzenbewertung dieser Wirkstoffe im Januar 2013 beginnen kann.

<b>Bestellinformationen</b>
<i>Ulrich Schwabe; Dieter Paffrath (Hrsg.): Arzneiverordnungs-Report 2012, Aktuelle Daten, Kosten, Trends und Kommentare, Springer Medizin Verlag Heidelberg; 2012. 1.142 Seiten mit 80 Abbildungen. Ladenpreis € 49,95; ISBN: 978-3-642-29241-5.</i>
<i>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </i>
<b>Download&nbsp;</b>
Fakten zum Arzneimittel-Report mit Abbildungen&nbsp;<link fileadmin/wido/downloads/pdf_arzneimittel/wido_arz_avr2012fakten_0912.pdf _blank download "Initiates file download">&gt;&gt;&gt;</link>

<b>Ansprechpartner</b>
Dr. Carsten Telschow
Tel. 030 / 34646-2111
<link carsten.telschow@wido.bv.aok.de - mail "Opens window for sending email">carsten.telschow@wido.bv.aok.de</link>


Internet: <link http://wido.de/arzneiverordnungs-rep.html>http://wido.de/arzneiverordnungs-rep.html</link>&nbsp; ]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			<author>helmut.schroeder@wido.bv.aok.de</author>
			<pubDate>Thu, 27 Sep 2012 11:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Fehlzeiten-Report 2012 erschienen</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M5952b78c2ab.html</link>
			<description>Zu viel berufliche Flexibilität schadet der Psyche 
Berlin. Durch die zeitliche und räumliche...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Zu viel berufliche Flexibilität schadet der Psyche</b> 
<b>Berlin. Durch die zeitliche und räumliche Flexibilisierung der Arbeitswelt stoßen Arbeitnehmer an ihre psychischen Belastbarkeitsgrenzen. Insbesondere bei ständiger Erreichbarkeit, häufigen Überstunden, wechselnden Arbeitsorten und langen Anfahrtswegen zur Arbeit leiden Beschäftigte zunehmend an psychischen Beschwerden. Das belegt der heute in Berlin vorgestellte „Fehlzeiten-Report 2012“ des&nbsp; Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). „Im Grunde ist es gut für die Gesundheit, wenn Beschäftigte ihre Arbeit räumlich und zeitlich an die eigenen Bedürfnisse anpassen können. Aber diese Flexibilität braucht ihre Grenzen“, sagte Helmut Schröder, Herausgeber des Fehlzeiten-Reports und stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.</b>
<b></b>
Ständige Erreichbarkeit und permanente Mobilitätsbereitschaft sind heute für viele Erwerbstätige Realität und haben den klassischen Büro-Arbeitstag von neun Uhr morgens bis fünf Uhr nachmittags abgelöst. Eine repräsentative Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) für den neuen Fehlzeiten-Report belegt dies deutlich. Mehr als jeder dritte Erwerbstätige hat in den letzten vier Wochen häufig Anrufe oder E-Mails außerhalb der Arbeitszeit erhalten (33,8 Prozent) oder Überstunden geleistet (32,3 Prozent). Auch Arbeit mit nach Hause zu nehmen (12,0 Prozent) oder an Sonn- und Feiertagen zu arbeiten (10,6 Prozent) stellt kein Randphänomen dar (Abbildung 1). Nahezu jeder achte Beschäftigte gibt zugleich an, dass er Probleme mit der Vereinbarkeit von Arbeit und Freizeit hat (13,2 Prozent) oder auch wegen beruflicher Verpflichtungen Pläne für private Aktivitäten geändert hat (12,8 Prozent).

„All diese Belastungen im Arbeitsalltag führen dazu, dass diese Beschäftigten mehr an psychischen Beschwerden leiden als diejenigen, die diesen Belastungen nicht ausgesetzt sind“, erläuterte Helmut Schröder. Dabei berichten die Befragten nicht nur über Erschöpfung (20,8 Prozent) oder das Problem in der Freizeit nicht abschalten zu können (20,1 Prozent), sondern auch über Kopfschmerzen (13,5 Prozent) oder Niedergeschlagenheit (11,3 Prozent) (Abbildung 2). Nennt im Durchschnitt jeder Beschäftigte über 1,5 dieser Beschwerden in den letzten vier Wochen, führen die verschiedenen Entgrenzungsformen von Arbeit und Freizeit zu deutlich mehr psychischen Problemen: Bei häufig mangelnder Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit werden mehr als doppelt so viele Beschwerden benannt (3,2). Auch wer häufig private Aktivitäten aufgrund beruflicher Belange verschiebt (2,8), an Sonn- und Feiertagen arbeitet oder häufig Überstunden leistet (jeweils 2,0) berichtet häufiger von psychischen Beschwerden (Abbildung 3).

<b>Lust und Last der Mobilität</b>
Immer öfter sind Arbeitnehmer mobil: Heute sind bereits rund 40 Prozent der Berufstätigen zirkulär oder residenziell mobil. Das heißt, sie sind entweder Wochenendpendler, pendeln täglich mindestens eine Stunde zur Arbeit oder haben ihren Wohnort aufgrund beruflicher Anforderungen gewechselt. Viele Beschäftigte nehmen auch lange Fahrtzeiten zu ihrem Arbeitsplatz in Kauf. Aus der räumlichen Mobilität ziehen Arbeitnehmer durchaus Vorteile, etwa indem sie Arbeitslosigkeit vermeiden oder Aufstiegschancen an anderen Orten nutzen. Gleichzeitig sind sie aber auch stärker psychischen Belastungen ausgesetzt. Die Beschäftigtenbefragung des WIdO belegt, dass die Belastung durch übermäßiges Pendeln mit einer Zunahme von psychischen Beschwerden wie Erschöpfung oder Niedergeschlagenheit einhergeht. Ergänzende Fehlzeitenanalysen bestätigen einen Zusammenhang von Fehltagen sowie Fallzahl psychischer Erkrankungen und der Länge des Anfahrtsweges zur Arbeit (Abbildung 4). Bei Beschäftigten, deren Arbeitsplatz mehr als 500 km von ihrem Wohnort entfernt ist, gab es 2011 statistisch fast einen halben Fehltag mehr aufgrund einer psychischen Erkrankung als bei Beschäftigten, die weniger als 30 km zur Arbeit pendeln. Die 7,5 Millionen bei der AOK versicherten Beschäftigten, die bis zu 30 km zur Arbeit fahren, haben aufgrund von psychischen Erkrankungen knapp 12 Millionen Fehltage. Dies entspricht 9,1 Prozent der Fälle je 100 Versicherte. Dieser Wert steigt kontinuierlich mit der Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsort. Bei Beschäftigten, die mehr als 500 km von ihrem Wohnsitz arbeiten, waren dies immerhin 11,1 Prozent. Damit unterliegen Pendler mit großen Strecken einem um 20 Prozent höheren Risiko, an psychischen Symptomen zu erkranken. „Hier gilt es, die Innovationen bei den modernen Kommunikationsmedien zu nutzen. So können Unternehmen und Beschäftigte Flexibilitätsanforderungen und gesundes Arbeiten besser miteinander in Einklang bringen“, so Helmut Schröder.

<b>Psychische Erkrankungen nehmen weiter zu</b>
Parallel zur zunehmenden Flexibilisierung der Arbeitswelt nimmt die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen bei den Beschäftigten weiter zu. Im Vergleich zu 2010 ist der Anteil der Arbeitsunfähigkeitstage im vergangenen Jahr um 0,3 Prozentpunkte angestiegen. Seit 1994 ist die Zahl der psychischen Erkrankungen um 120 Prozent angestiegen (Abbildung 5). Das macht sich bei den Fehlzeiten bemerkbar: 2011 waren Ausfallzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen mit im Schnitt 22,5 Tagen je Fall mehr als doppelt so lange wie andere Erkrankungen mit durchschnittlich 11 Tagen je Fall (Abbildung 6). <br />Immer häufiger lautet die Diagnose „Burnout“ (Abbildung 7). Nach einer Hochrechnung des WIdO, bezogen auf die mehr als 34 Millionen gesetzlich krankenversicherten Beschäftigten in Deutschland, waren 2011 mehr als 130.000 Personen wegen eines Burnouts krankgeschrieben. Das führte zu insgesamt 2,7 Millionen Fehltagen. Betroffen waren insbesondere die Beschäftigten in sozialen Berufen (Abbildung 8). Außerdem waren Frauen häufiger betroffen als Männer (Abbildung 9).

<b>Chancen der Flexibilität nutzen</b>
„Flexibel und mobil zu arbeiten, bietet sowohl jedem Einzelnen als auch den Unternehmen Vorteile, wenn es mit mehr Wahlfreiheit und Handlungsautonomie verbunden ist“, folgerte WIdO-Experte Schröder aus den Daten. So eröffnet die neue Arbeitsstelle in einer anderen Stadt beispielsweise neue Lern- und Entwicklungschancen. Außerdem wird die räumliche Beengtheit eines Ortes aufgehoben, wenn man zum Arbeitsplatz pendelt oder durch virtuelle Kommunikation ortsungebunden an gemeinsamen Projekten arbeiten kann. „Damit Unternehmen und Beschäftigte den Spagat zwischen Flexibilitätsanforderungen und gesundem Arbeiten meistern können, müssen die Innovationen bei den modernen Kommunikationsmedien genutzt werden“, so Schröder. Laptops oder Handys, aber auch Telefon- und Videokonferenzen ermöglichen beispielsweise, das heimische Büro zu nutzen und gleichzeitig in der Welt präsent zu sein.

<b>Fehlzeiten-Report 2012 – Krankmeldungen auf dem Prüfstand</b>
Der Fehlzeiten-Report berichtet seit 1999 jährlich auch über die allgemeine Krankenstandsentwicklung und beschreibt wichtige Determinanten des Arbeitsunfähigkeitsgeschehens. Damit können Aussagen rund um das Thema Arbeitsunfähigkeiten für die deutsche Wirtschaft, einzelne Regionen, Branchen, Tätigkeiten, Alters- oder Geschlechtsgruppen – basierend auf den Arbeitsunfähigkeitsmeldungen von 10,8 Millionen erwerbstätigen AOK-Mitgliedern – empirisch überprüft werden.

<b>Krankenstand nahezu auf Vorjahresniveau</b>
Insgesamt ist der Krankenstand im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken und lag 2011 bei 4,7 Prozent (Tabelle 1). Im Durchschnitt dauerte eine Arbeitsunfähigkeit im vergangenen Jahr 11,0 Tage. Dabei hat sich der Krankenstand auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau eingependelt (Abbildung 10). Die meisten der 140 Millionen Krankheitstage entfielen 2011 auf die Gruppe der Muskel- und Skeletterkrankungen (23,1 Prozent). Darauf folgen Atemwegserkrankungen (12,4 Prozent), akute Verletzungen (12,3 Prozent) und psychische Erkrankungen (9,6 Prozent) (Abbildung 11). 

<b>Fehlzeiten differieren deutlich nach Branchen und Tätigkeiten</b>
Die Fehlzeiten unterscheiden sich deutlich nach Branchen und Tätigkeiten. 2011 wurde in vielen Branchen ein Anstieg des Krankenstandes festgestellt. Der höchste Krankenstand war in der Branche „Energie, Wasser, Entsorgung und Bergbau“ mit 5,6 Prozent zu finden. Ebenfalls hohe Krankenstände verzeichneten die Branchen „Öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung“ (5,5 Prozent), „Verkehr und Transport“ (5,2 Prozent) sowie das Baugewerbe (4,9 Prozent). Die Branche „Banken und Versicherungen“ hatte mit 3,3 Prozent den niedrigsten Krankenstand.<br />Die Berufsgruppen mit den meisten Ausfalltagen waren im Jahr 2011 vor allem in körperlich stark beanspruchenden Berufen zu finden, wie etwa bei Straßenreinigern und Abfallbeseitigern (28,4 Tage) sowie bei Fleisch- und Wurstwarenherstellern (25,2 Tage). Die niedrigsten Krankenstände waren bei Hochschullehrern und Dozenten (4,4 Tage) zu verzeichnen (Abbildung 12).<br />Diese und weitere Ergebnisse zum Schwerpunktthema „Gesundheit in der flexiblen Arbeitswelt“ wie auch aktuelle Daten und Analysen zu den krankheitsbedingten Fehlzeiten in der deutschen Wirtschaft finden sich im soeben erschienenen Fehlzeiten-Report 2012.

Badura/Ducki/Schröder/Klose/Meyer (Hrsg.): Fehlzeiten-Report 2012, Schwerpunktthema: Gesundheit in der flexiblen Arbeitswelt; Berlin 2012; 528 Seiten; broschiert, 49,95 €; ISBN 978-3-642-29200-2.

<b>Pressekontakt&nbsp;</b>
Markus Meyer &nbsp;
<link bgf@wido.bv.aok.de>bgf@wido.bv.aok.de</link>&nbsp;
Tel.: 030/34646-2393
Fax.: 030/34646-2144

<b>Rezensionsexemplar</b>
Uschi Kidane&nbsp;
<link uschi.kidane@springer.com>uschi.kidane@springer.com</link>&nbsp;
Tel.: 06221/487-8166
Fax.: 06221/487-68166

Pressemitteilung mit Abbildungen downloaden <link fileadmin/wido/downloads/pdf_pressemitteilungen/wido_pra_pm_fzr12_082012.pdf _blank download "Initiates file download">&gt;&gt;&gt;</link>
Weiterführende Seite <link 906 - internal-link "Opens internal link in current window">&gt;&gt;&gt;&nbsp;</link>]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			<author>bgf(at)wido.bv.aok.de</author>
			<pubDate>Thu, 16 Aug 2012 12:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>GGW 3/12: Psychische Erkrankungen: Wie steht es in Deutschland um die Versorgung der Patienten?</title>
			<link>http://www.wido.de/meldungakt+M552e7460aa9.html</link>
			<description>Die Medien erwecken den Eindruck, die Deutschen seien ein Volk der psychisch Kranken. Aber ist das...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Medien erwecken den Eindruck, die Deutschen seien ein Volk der psychisch Kranken. Aber ist das wirklich so?<b> Norbert Schmacke</b> geht dieser Frage nach und analysiert sehr vielschichtig, dass die Daten keine so eindeutige Interpretation zulassen. Er fordert vor allem, die Frage nach der „wahren“ Prävalenz mit derjenigen zu verbinden, wie denn angemessene Versorgungs- und Betreuungsstrategien für psychisch Erkrankte erreicht werden können.

Das neue Psychiatrieentgeltgesetz, das Anfang Juli 2012 beschlossen wurde, sollte unter anderem genau diese Chance bieten: die Bedürfnisse von Menschen mit psychischen Erkrankungen künftig besser zu berücksichtigen. <b>Arno Deister</b> bemängelt, dass diese Chance mit dem Gesetz nahezu vertan wird. Es gäbe nicht genügend Anreize, vor allem die Versorgung im sozialen Umfeld des Patienten zu stärken, und fordert hierfür mehr Modellprojekte als „lernende Systeme“.

Wie es mit solch „lernenden Systemen“ im Versorgungsalltag bisher aussieht, beleuchten <b>Jörn Moock, Christian Koch und Wolfram Kawohl</b>. Sie bestätigen, dass sektorenübergreifende, interdisziplinäre Versorgungsnetze im psychiatrischen Bereich bisher nur begrenzt umgesetzt sind. Dies sei umso problematischer, als gerade bei diesen Patienten intersektorale und teamübergreifende Abstimmungen so wichtig seien. ]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			<author>wido@wido.bv.aok.de</author>
			<pubDate>Tue, 31 Jul 2012 15:32:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
</rss>