Ärzteatlas 2011 - Daten zur Versorgungsdichte von Vertragsärzten
Seit nun mehr zehn Jahren ist in Deutschland das Thema „Ärztemangel“ in den Medien präsent. Ausgelöst durch Studien der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, wird vielerorts fast selbstverständlich von einem bestehenden Ärztemangel ausgegangen. Die Botschaft vom Ärztemangel wurde in den letzten Jahren von den Medien vielfach aufgenommen und teilweise dramatisierend dargestellt.
Wichtig ist es, die Diskussion um dieses Thema und mögliche Lösungen für bestehende oder drohende Probleme sachlich zu führen. Haben wir es in Deutschland tatsächlich mit einem Mangel an Ärzten zu tun?
Im Ärzteatlas 2011 stellt das Wissenschaftliche Institut der AOK aktuelle Zahlen zur Verfügung. Für die wichtigsten Arztgruppen wird die regionale Versorgungslage im Jahre 2010 anhand der gültigen Kriterien der Bedarfsplanungsrichtlinien dargestellt.
Es zeigt sich deutlich, dass die vertragsärztliche Versorgung durch erhebliche Allokationsprobleme gekennzeichnet ist. Eine gleichmäßige Verteilung der Ärzte konnte mit den bisherigen Maßnahmen der Bedarfsplanung nur bedingt erreicht werden. Aber: Es gibt in Deutschland nicht zu wenige, sondern eher zu viele Ärzte.
Angaben zur Publikation
Joachim Klose, Isabel Rehbein (Hrsg.): Ärzteatlas 2011 – Daten zur Versorgungsdichte von Vertragsärzten, Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO), Berlin 2011.





