Behandlung mit Hormonen
Lange Zeit war die Behandlung mit Hormonen für Frauen in den Wechseljahren medizinischer Standard. Neben der Linderung klassischer Wechseljahrsbeschwerden und der Behandlung der Osteoporose sollten sie unter anderem auch vor Herzinfarkt, Schlaganfall und Demenz schützen. Seit Jahren wurde die breite Anwendung der Östrogentherapie jedoch auch kritisch betrachtet, da aussagekräftige Studien fehlten.
Bereits im Dezember 2000 hat das WIdO auf die Gefahr zusätzlicher Krebserkrankungen hingewiesen. Inzwischen belegen Studien wie die WHI (Women's Health Initiative) oder die "Million-Women"-Studie, dass die gesundheitlichen Risiken einer langjährigen Hormontherapie gegenüber dem Nutzen überwiegen. Es hat sich herausgestellt, dass die Frauen, die dauerhaft Hormone einnehmen, ein erhöhtes Risiko für Thrombosen, Brustkrebs, Herzinfarkte und Schlaganfälle haben.
Aktuelle Therapieempfehlungen schränken den Einsatz der Hormone stark ein. Die Behandlung sollte - wenn überhaupt nötig - so kurz und so niedrig dosiert wie möglich durchgeführt werden.
Ansprechpartner
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Tel. 030/34646-2563
anette.zawinell(at)wido.bv.aok.de
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