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Wissenschaftliches Institut der AOK


Arzneiverordnungs-Report

Seit 1985 berichtet der jährlich erscheinende Arzneiverordnungs-Report unter der Herausgeberschaft des Heidelberger Pharmakologen Prof. Dr. U. Schwabe und des Ökonomen Dr. D. Paffrath über die vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Arzneiverordnungen. Zahlreiche Experten aus Pharmakologie, Medizin und Ökonomie kommentieren das ärztliche Verordnungsverhalten.

 

Primäres Ziel dieser Publikation ist eine verbesserte Markt- und Kostentransparenz. Wo immer möglich, werden Arzneimittel nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin beurteilt. Der Arzneiverordnungs-Report enthält jährlich mehr als 40 therapeutische und vier marktbezogene Kapitel. Auf die 3.000 führenden Präparate des deutschen Arzneimittelmarktes, die im aktuellen Arzneiverordnungs-Report  vorgestellt werden,  entfallen 97,2% aller Verordnungen. 

 

Das Projekt GKV-Arzneimittelindex im WIdO unterstützt dieses Standardwerk sowohl mit den Verordnungs- und Klassifikationsdaten als auch mit eigenen Beiträgen.

Arzneiverordnungs-Report 2015 – Arzneimittelverbrauch in Deutschland

Nach den aktuellen Zahlen sind die Arzneimittelausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Jahr 2014 wieder stark angestiegen und haben mit 35,1 Mrd. Euro einen erneuten Höchststand erreicht. Diese Entwicklung bedeutet eine deutliche Zunahme um 9,9 Prozent (+3.157 Mio. Euro) gegenüber dem Jahr 2013. Wie es zu einem solchen Ausgabenanstieg kommt, zeigt die Marktanalyse des Arzneiverordnungs-Reports 2015, in dem die unterschiedlichen Faktoren der Preis-, Mengen- und Strukturentwicklung untersucht werden.

 

Der Umsatz mit Fertigarzneimitteln ist im Jahr 2014 um 6,5 Prozent angestiegen ( +2,0 Mrd. Euro). Für diesen Anstieg sind vor allem zwei Gründe verantwortlich: Es wurden 1,0 Prozent mehr Arzneimittelpackungen verordnet, entsprechend einem umsatzsteigernden Effekt von 332,8 Mio. Euro. Zugleich stieg auch der durchschnittliche Wert je Verordnung auf 52,52 Euro (+5,4 Prozent; 1.708 Mio. Euro). Strukturverschiebungen im Markt haben zu einem Umsatzplus von über 2,0 Mrd. Euro geführt, davon 1,5 Mrd. Euro durch die Verordnung teurerer Arzneimittel. Von insgesamt 46 neuen Arzneimitteln, die im Jahr 2014 eingeführt wurden, haben mindestens acht einen Packungspreis von über 10.000 Euro. Ein Beispiel dafür ist das neue Hepatitis C-Präparat Sovaldi: Die Therapie mit diesem Arzneimittel kostet die GKV je Patient und Tag 674 Euro.

 

Eine noch höhere Umsatzsteigerung im Arzneimittelmarkt 2014 konnte durch die Verhandlungsergebnisse zu Erstattungsbeträgen für neue Arzneimittel (zusammen 442,7 Mio. Euro in 2014), wie auch durch die Rabatterlöse aus Selektivverträgen zwischen Gesetzlichen Krankenkassen und pharmazeutischen Herstellern (2014: 3,19 Mrd. Euro) vermieden werden.

 

Der von Prof. em. Dr. med. Ulrich Schwabe durchgeführte exemplarische internationale Preisvergleich mit den Niederlanden zeigt insbesondere, dass das AMNOG wirkt: Im Vergleich zu den Niederlanden haben Produkte, die das Nutzenbewertungsverfahren und die Preisverhandlungen durchlaufen haben, im deutschen Markt im Mittel kein höheres Preisniveau.

Inhalte des Arzneiverordnungs-Reports sind:

  • Allgemeine Verordnungs- und Marktentwicklung
  • Neue Wirkstoffe
  • Indikationsgruppenbezogene Besprechungen
  • Zahnärztliche Verordnungen
  • Arztgruppenanalysen
  • Alters- und Geschlechtsgruppenanalysen
  • Methodisch-statistischer Anhang

Schwabe/Paffrath (Hrsg.): Arzneiverordnungs-Report 2015: Aktuelle Daten, Kosten, Trends und Kommentare; 2015; 1.320 S.; 84 Abb.; Softcover; 59,99 €; ISBN 978-3-662-47185-2; Springer-Verlag. >>>

Ansprechpartner

Dr. Carsten Telschow

Tel. 030/34646-2111

carsten.telschow(at)wido.bv.aok.de

 

 

Downloads

Material zur Pressekonferenz

 

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