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Wissenschaftliches Institut der AOK


Heilmittelbericht 2012

Der Schuleintritt wird bei vielen Kindern mit therapeutischer Unterstützung bewältigt: Beispielsweise erhielt jeder fünfte fünfjährige Junge und ein Viertel der Sechsjährigen 2011 eine Sprachtherapie. Von den fünfjährigen Mädchen erhielten 13,2 Prozent eine sprachtherapeutische Maßnahme, bei den sechsjährigen Mädchen stieg dieser Anteil auf 16,8 Prozent. Gut 136.000 AOK-versicherte Fünf- bis Neunjährige benötigten 2011 vorübergehend eine sprachtherapeutische Maßnahme. Während die ergotherapeutische Unterstützung im Übergang vom Kindergarten zur Schule nicht stärker zugenommen hat, gab es bei der Sprachtherapie dieses Jahr einen erneuten Zuwachs.


Der Heilmittelbericht 2012 analysiert die 34,6 Millionen Heilmittelrezepte, die 2011 für die 70 Millionen GKV-Versicherten ausgestellt wurden. Knapp 274 Millionen einzelne Sitzungen wurden von den gesetzlich Versicherten in Anspruch genommen – mit Gesamtkosten von 4,85 Milliarden Euro.


Wirbelsäulenerkrankungen mit Gelenkfunktions- und Muskelspannungsstörungen sind die häufigste Diagnose, die die Heilmittelpatienten in die Praxis führen. Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen wurden im Jahr 2011 hauptsächlich mit normaler Krankengymnastik versorgt, die mit einem Anteil von 45 Prozent ohnehin die am häufigsten eingesetzte Behandlungsart ist. Massagen – nach ihrem Verordnungsvolumen lange Zeit die zweitstärkste Anwendung in der Physiotherapie – wurden 2011 weiter zugunsten der Krankengymnastik verdrängt. Insgesamt nahmen gesetzlich Versicherte 35,6 Millionen Leistungen (AOK: 12 Millionen) aus dem Maßnahmenkatalog der Physikalischen Therapie und Physiotherapie in Anspruch. Dies entspricht rund 234 Millionen einzelnen physiotherapeutischen Sitzungen mit einem Gegenwert von 3,5 Milliarden Euro. Etwa 95 Prozent der physiotherapeutischen Patienten sind Jugendliche und Erwachsene. Knapp zwei Drittel dieser Patienten sind Frauen. Die meisten Verordnungen erhielten die weiblichen AOK-Versicherten in der Altersgruppe 70 bis 79 Jahre: Rechnerisch wurde jede Frau in diesem Alter mit mindestens einer Leistung versorgt.


Der jährliche Heilmittelbericht analysiert die Heilmittelverordnungen der GKV mit Facharzt- und Regionalbezug und zeigt dabei Trends der Inanspruchnahme durch die Versicherten auf. Zusätzlich werden die Diagnosen und patientenbezogenen Kennzahlen der 4,6 Millionen AOK-Versicherten mit Therapie im Jahr 2011 ausgewertet. Die Ergebnisse des Heilmittelberichts sind Grundlage für Gespräche und Verhandlungen mit Ärzten, Therapeuten und Krankenkassen über eine wirtschaftliche und dabei qualitativ hochwertige Heilmittelversorgung. 

 

Ansprechpartner

Helmut Schröder

Tel. 030/34646-2115

helmut.schroeder(at)wido.bv.aok.de

 

Andrea Waltersbacher

Tel. 030/34646-2567

andrea.waltersbacher(at)wido.bv.aok.de

 

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