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Wissenschaftliches Institut der AOK


Krankenhausvergütung

In der Krankenhausvergütung hat die Abrechnung nach Fallpauschalen (G-DRGs; German Diagnosis Related Groups) das zuvor bestehende Mischsystem aus Pflegesätzen, Fallpauschalen und Sonderentgelten weitgehend abgelöst. DRGs sind ein diagnosebezogenes Fallgruppensystem für stationäre Patienten. Ausgangspunkt der DRG-Entwicklung waren Überlegungen, die Vielfalt des stationären Leistungsgeschehens für die betriebliche Leistungssteuerung und das Qualitätsmanagement in Krankenhäusern besser beschreibbar zu machen und dabei insbesondere einen verlässlichen Indikator für die Fallschwere von behandelten Patienten zu bekommen. Damit sollte sowohl die Basis geschaffen werden für bessere Vergleichsmöglichkeiten von Krankenhausleistungen als auch für eine leistungsgerechte Vergütung.

 

In Deutschland wurde mit der GKV-Gesundheitsreform 2000 die Grundentscheidung für ein DRG-basiertes Vergütungssystem getroffen. Der Übergang in das G-DRG-System wurde auf dem Wege einer Konvergenzphase bewerkstelligt.  In den Jahren 2005 bis 2009 wurde die Krankenhausvergütung auf Fallpauschalen umgestellt und in ihrer Höhe schrittweise auf ein – auf Ebene der Bundesländer – einheitliches Niveau gebracht. Seit Jahresbeginn 2009 werden Leistungen anhand eines einheitlichen Bewertungsmaßstabes, des Landesbasisfallwerts (LBFW), vergütet, der auf Ebene der Bundesländer vereinbart wird. Nach wie vor bestehende Ungleichgewichte werde durch Zu- und Abschläge ausgeglichen.

Die durchgängige Verwendung von Fallpauschalen im somatischen Bereich hat die Transparenz bezüglich der Leistungserbringung zwischen den Krankenhäusern stark erhöht und damit neue Möglichkeiten hinsichtlich der Stärkung von Wirtschaftlichkeit und Qualitätssicherung eröffnet. Damit gingen von der DRG-Einführung auch wesentliche Impulse auf die Struktur der Krankenhausversorgung in Deutschland aus. Nach dem Abschluss der Umstellung der Krankenhausvergütung im somatischen Bereich, wird derzeit die Einführung von Fallpauschalen auch für psychiatrische Einrichtungen vorbereitet.

 

Das WIdO hat diesen Prozess der DRG-Einführung mit Analysen zum Fallpauschalensystem allgemein, zu seiner Umsetzung und Anwendung in den stationären Einrichtungen und zur Leistungsfähigkeit von Krankenhäusern begleitet. Auch nach Abschluss der Konvergenzphase unterstützt das WIdO die AOKs durch die Analyse des Versorgungsgeschehens und die Bewertung der Leistungsfähigkeit von Krankenhäusern.  Drei Schwerpunktausgaben des Krankenhaus-Reports zu den DRGs (Jahrgänge 2000, 2003, 2007) sowie eigene Beiträge zum Thema dokumentieren die Fachexpertise des WIdO in diesem Themenfeld.

 

Ansprechpartner

Jörg Friedrich

Tel. 030/34646-2116

joerg.friedrich(at)wido.bv.aok.de

 

Christian Günster

Tel. 030/34646-2128

christian.guenster(at)wido.bv.aok.de

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