Home
Home
Impressum
Impressum

Wissenschaftliches Institut der AOK


GGW 4/12 erschienen

22.10.12

Das Gesundheitssystem steckt voller Mythen. Einer von ihnen lautet: Weil die Menschen immer älter werden, klettern die Ausgaben für Gesundheit exorbitant. Dieser Zusammenhang erscheint auf den ersten Blick einleuchtend. Bei genauerem Hinsehen allerdings bestätigt er sich nicht.


David Bowles und Wolfgang Greiner stellen dar, dass nicht das Alter entscheidend für die Höhe der Gesundheitsausgaben ist. Es sind vielmehr die zeitliche Nähe zum Tod, der medizinisch-technische Fortschritt sowie die Fragen, ob die Menschen mehr oder weniger Lebenszeit in Krankheit verbringen und welche Erankungen vorherrschen.


Viel Kritik gab es gegen die frühe Nutzenbewertung für Arzneimittel, die das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) seit Januar 2011 fordert. Es diene nur dazu, die Präparate herabzuwürdigen, um die Preise drücken zu können. Ein Jahr nach Veröffentlichung der ersten Dossier-Bewertung haben Katrin Nink, Helmut Hörn, Katrin Pieper und Yvonne-Beatrice Böhler nun eine erste Bilanz gezogen: Die vielen im Vorfeld geäußerten Befürchtungen erwiesen sich als grundlos. Das Verfahren sei ein Zugewinn an Evidenz und Transparenz für Ärzte und Patienten.


Ein Plädoyer gegen Wildwuchs und Überforderung von Patienten bei privatärztlichen zahnärztlichen Leistungen hält Wolfgang Kirchhoff. Seit Einführung der „befundbezogenen Festzuschüsse“ durch die Große Koalition im Jahr 2005 müssen die Versicherten hier zum Teil tief in die Tasche greifen. Die Leistungen seien dabei überwiegend nicht evidenzbasiert. Der Patient sei zudem mit der Bewertung der von seinem Zahnarzt vorgeschlagenen Behandlungen überfordert. Kirchhoff fordert daher dringend mehr Transparenz, eine Qualitätssicherung, die ihren Namen verdient, und den Schutz der Patienten vor finanzieller Überforderung.

 

Links:

www.wido.de/ggw_4_2012_inhalt.html



<- Zurück zu: Home

Ansprechpartner

Sekretariat

Tel. 030/34646-2393

wido(at)wido.bv.aok.de