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Wissenschaftliches Institut der AOK


GGW 1/13 erschienen

24.01.13

„Krisen sollten Chancen sein – für jene, die sie erleiden, nicht für jene, die sie erzeugen“, sagt der Schweizer Publizist Ernst Reinhardt. Der Konjunktiv bringt es aber schon zum Ausdruck: So ist es leider nicht. Die Wirtschafts- und -Finanzkrise belastet auch die Gesundheits- und Sozialsysteme der europäischen Länder. Auf hohe Verschuldung und Arbeitslosigkeit antworten Regierungen mit teils massiven Sparmaßnahmen. Diese seien aber besonders problematisch, wenn sich die soziale Lage der Bevölkerung sowieso verschlechtere, schreibt Rolf Schmucker. Der Autor empfiehlt, aus Public-Health-Sicht für antizyklische Investitionen in Gesundheit einzutreten, um der Abwärtsspirale von Arbeitslosigkeit, Armut und sich verschlechternder Gesundheit zu entkommen.


Der Gesundheitsfonds, vor vier Jahren eingeführt, schwimmt hingegen (noch) im Geld. Allerdings hätten sich Erwartungen, mit dem Fonds mehr versorgungsorientierten Krankenkassenwettbewerb zum Nutzen der Versicherten zu erzielen, nicht erfüllt, meinen Klaus Jacobs und Jürgen Wasem. Dennoch plädieren sie nicht für seine Abschaffung. Mit einer Neujustierung des Zusatzbeitrags habe er eine Zukunft. Aufgrund des europäischen Fiskalpakts müsse aber die wachsende Steuerfinanzierung überdacht werden, denn mit dem Pakt geraten haushaltspolitische Entscheidungen verstärkt unter europäische Kontrolle.


Einem ganz anderen Thema widmet sich der dritte Beitrag. Susanne Ozegowski von der TU Berlin schaute sich die Kodierung ambulanter Diagnosen in Deutschland an. Dabei stellte sie teils erhebliche und systematische regionale Kodierunterschiede fest. Da sich diese auf den Morbi-RSA und damit auf die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds auswirken können, ist die Autorin dafür, die Kodierqualität ambulanter Diagnosen per Gesetz zu verbessern.

Links:

www.wido.de/ggw_jahrgang_2013.html



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