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Wissenschaftliches Institut der AOK


QSR-Verfahren

Das QSR-Verfahren wurde vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) und dem AOK-Bundesverband zusammen mit den HELIOS-Kliniken und dem Forschungs- und Entwicklungsinstitut für das Sozial- und Gesundheitswesen Sachsen-Anhalt (FEISA) entwickelt. Es basiert auf anonymisierten Routinedaten der AOK und ermöglicht es, die Qualität von Krankenhausbehandlungen aufwandsarm zu messen. Es ermöglicht zudem die Langzeitbeobachtung über den Krankenhausaufenthalt eines Patienten hinaus. Dafür werden neben AOK-internen Versichertenangaben Daten über die weitere stationäre und vertragsärztliche ambulante Versorgung in die Qualitätsmessung einbezogen. Die Ergebnisse des QSR-Verfahrens werden den Kliniken zum internen Qualitätsmanagement in Form eines Klinikberichts zur Verfügung gestellt.

 

Ausgangspunkt von QSR ist die Frage, ob eine Qualitätssicherung in der stationären Versorgung möglich ist, die auf routinemäßig verfügbaren Abrechnungs- und Administrationsdaten der Krankenkassen und Kliniken basiert und an Ergebnisqualität orientiert ist. Dabei orientiert sich QSR an der Diskussion und den Erfahrungen in der internationalen Literatur zur Bedeutung von Routinedaten (administrative data) für die Qualitätsbeurteilung von Krankenhäusern. Nach internationalen Erfahrungen ist es aussichtsreich, die externe Unterstützung der internen Qualitätssicherungsprozesse auf krankenhausübergreifende Prozess- und Ergebnisvergleiche (Benchmarks) mit Routinedaten zu stützen. Administrative Routinedaten können bei der Darstellung und Bewertung der Versorgungsqualität durchaus mehr und weiterreichende Möglichkeiten bieten als klinische Daten, die zwar ggf. mehr Informationen enthalten, aber auf den Zeitraum bis zum Tag der Entlassung begrenzt ist.

 

In QSR werden solche Krankheitsbilder betrachtet, die häufig sind, ökonomisch relevant, relativ stabil gegenüber möglichen Störeffekten und unabhängig vom Vergütungssystem, und die verschiedene medizinische Disziplinen berücksichtigen. Als Indikatoren verwendet werden derzeit Sterblichkeit (Krankenhaussterblichkeit, innerhalb von 30 Tagen, 90 Tagen, einem Jahr), Reinterventionsraten, Wiederaufnahmen sowie Verlegungen. Das Besondere am QSR-Ansatz ist, dass Informationen über den Krankenhausaufenthalt hinaus in die Qualitätsbewertung einfließen können. Dies ist sowohl für das Krankenhaus wichtig als auch im Blick auf die Gesamtversorgung der Patienten.

 

Die konzeptionellen Grundlagen wurden erstmals im Krankenhaus-Report 2003 vorgestellt. Im März 2007 wurde der 434 Seiten starke Abschlussbericht der Entwicklungsphase veröffentlicht.

 

Bei der Ausweitung des QSR-Verfahrens setzt das WIdO auf die Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachleuten. Die Weiterentwicklung des Verfahrens wird daher von einem Wissenschaftlichen Beirat begleitet, dem renommierte Fachleute aus der Wissenschaft und aus Kliniken sowie Patientenvertreter angehören.  Expertenpanels unterstützen die Auswahl, Entwicklung und Bewertung von Qualitätsindikatoren.

 

Aktuelle Informationen finden Sie im Internetauftritt zum QSR-Verfahren unter

http://www.qualitaetssicherung-mit-routinedaten.de

Ansprechpartner

Christian Günster

Tel. 030/34646-2128

christian.guenster(at)wido.bv.aok.de

Weiterführende Seiten

Qualitätssicherung mit Routinedaten >>>