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Wissenschaftliches Institut der AOK


Kapitel 13 – Pflege-Report 2016 – Abstract

                 

 

Der Gesetzgeber hat auf die steigende gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege mit der Novellierung des Pflegezeitgesetzes und Familienpflegezeitgesetzes im Jahr 2015 reagiert. Inwiefern sich die bislang geringe Nachfrage nach der Pflegezeit bzw. Familienpflegezeit ändern wird, bleibt abzuwarten. Denn die gesetzlichen Regelungen knüpfen nur begrenzt an die Lebenswirklichkeit der zurzeit mehrheitlich weiblichen, bereits Teilzeit arbeitenden pflegenden Angehörigen an. Unklar ist, in welchem Umfang diese Regelungen die nachrückenden Generationen pflegender Angehörigen – insbesondere die Männer – zur Übernahme der Pflegeverantwortung motivieren werden. Um zukünftig die Versorgung und Erwerbsbeteiligung der steigenden Zahl von pflegenden Angehörigen sicherzustellen, müssten die unterstützende Infrastruktur für pflegende Angehörige im Arbeitsleben und der häuslichen Pflege ausgebaut und vielleicht auch über weitere Anreize, insbesondere für Männer, diskutiert werden.

Ansprechpartner

Antje Schwinger

Tel. 030/34646-3604

Antje.Schwinger(at)wido.bv.aok.de

 

Susanne Sollmann

Tel. 030/34646-2118

Susanne.Sollmann(at)wido.bv.aok.de