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Wissenschaftliches Institut der AOK


Kapitel 15 – Pflege-Report 2017 – Abstract

                 

Nils Lahmann, Ursula Müller-Werdan, Kathrin Raeder, Simone Kuntz und Antje Latendorf

               

Obwohl enorme Anstrengungen bei der Überprüfung der Pflegequalität unternommen wurden, gibt es in Deutschland nur wenige epidemiologische Studien zum tatsächlichen Auftreten von geriatrischen Pflegeproblemen. Daher war das Ziel dieser Studie, die Prävalenzen kognitiver Beeinträchtigung, Dekubitus, Sturz, Immobilität, Harninkontinenz und Mangelernährung bei geriatrischen und nicht geriatrischen Patienten in deutschen Krankenhäusern zu quantifizieren. Es erfolgte eine sekundäre Datenanalyse von 12 370 Patienten aus fünf jährlich aufeinanderfolgenden multizentrischen Querschnittsstudien in den Jahren 2008–2012. Verglichen wurden die Altersgruppen bis 65 Jahre, 70–79 Jahre sowie 80 Jahre und älter. Das Ergebnis: Patienten über 80 Jahre hatten die höchste Prävalenz im Vergleich zu jüngeren Patienten: Inkontinenz 44 %, kognitive Einschränkungen 21 %, Immobilität 16 %, Dekubitus 11 %, Mangelernährung 10 % und Sturz 7 %. Hochprävalente Pflegeprobleme zeigten sich bei über 80-jährigen Patienten gegenüber unter 70-jährigen Patienten vierfach (Harninkontinenz) bis siebenfach (kognitive Einschränkungen) häufiger und erfordern große zeitliche und personelle Ressourcen.

Ansprechpartner

Antje Schwinger

Tel. 030/34646-3604

Antje.Schwinger(at)wido.bv.aok.de

 

Susanne Sollmann

Tel. 030/34646-2118

Susanne.Sollmann(at)wido.bv.aok.de