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Wissenschaftliches Institut der AOK


Innovation im Arzneimittelmarkt

Unter Innovation versteht man im Arzneimittelmarkt die Schaffung neuer Produkte. Dies führt dazu, dass die Arzneimittelversorgung permanent erneuert wird und einstmals unbehandelbare Erkrankungen durch die medikamentöse Behandlung möglicherweise geheilt oder gelindert werden können.

 

Auch wenn dieser Fortschrittsgedanke manche Risiken in sich birgt, wie an dem Beispiel von Contergan deutlich wurde, ist der Fortschritt auch in diesem Markt unaufhaltsam. Für Gesellschaften, die danach streben Krankheit und Gebrechen von ihrer Bevölkerung abzuwenden, ist das Ergebnis der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der pharmazeutischen Industrie von zentraler Bedeutung.

 

Mit dem Prozess der Arzneimittelinnovation sind entsprechende Hoffnungen aller Beteiligten im Gesundheitswesen verbunden:

  • Die Patienten erhoffen sich dadurch eine Heilung ihrer Krankheit,
  • die Ärzte Therapiefortschritt und einen größeren Heilungserfolg ihrer Patienten,
  • die pharmazeutischen Hersteller einen guten Markterfolg, der entweder durch die Menge oder den Preis bestimmt wird,
  • die Krankenkassen als Bündelungsinstanzen der Versicherteninteressen einen größeren Heilungserfolg, der möglichst kostengünstig erbracht wird und
  • schließlich der Gesetzgeber ein leistungsstarkes und finanzierbares Gesundheitswesen im Hinblick auf die Abwägung aller gesellschaftlicher Interessen.

Die Konflikte im bundesdeutschen Arzneimittelmarkt sind damit systemimmanent. Es zeigt sich vor allem eine klare ökonomische Konfliktlinie zwischen den Gewinnerwartungen der pharmazeutischen Industrie auf der einen Seite und den Wirtschaftlichkeitsbemühungen der Krankenkassen auf der anderen Seite.

Ansprechpartner

Dr. Carsten Telschow

Tel. 030 / 34646-2111

carsten.telschow(at)wido.bv.aok.de

 

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