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Wissenschaftliches Institut der AOK


Wer verordnete im Jahr 2003 Heilmittel?

Welche Facharztgruppe verordnet wie viele Heilmittel? Antworten auf diese Frage geben die Heilmittelverordnungen von AOK-Versicherten, die im Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) für Analysen zur Verfügung stehen.

 

Seit 2002 bringt das WIdO Transparenz in einen Bereich, zu dem die Physiotherapie wie Krankengymnastik oder Massagen, die Ergotherapie - sie kommt bei Störungen im Bereich der Motorik, der Sinnesorgane sowie der geistigen und psychischen Fähigkeiten zum Einsatz -, die Logopädie (Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie) sowie die medizinische Fußpflege (Podologie) gehören.

 

Dabei zeigt sich, dass jeder Leistungsbereich „seine" Arztgruppe hat: Allgemeinmediziner sind mit Abstand die größte Arztgruppe (Anteil von 33 % an allen Ärzten), was die Konzentration des Verordnungsgeschehens auf diese Gruppe größtenteils erklärt. Kinderärzte spielen bei den Unterstützungsleistungen der kindlichen Entwicklung durch Ergotherapie oder Logopädie eine bestimmende Rolle. Auch bei Sprachschwierigkeiten werden HNO-Ärzte aufgesucht, die in diesen Fällen logopädische Behandlungen verordnen. Die Fachgruppe der Psychotherapeuten und Neurologen wird hingegen bei Entwicklungsverzögerungen im Kindesalter konsultiert, entsprechend veranlassen diese Arztgruppen häufig Ergotherapien.

 

Kinder in Heilmitteltherapie 2003

Mit dem AOK-Heilmittel-Informations-System lässt sich das Verordnungsgeschehen auch im Hinblick auf alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede in der Inanspruchnahme der Therapien quantifizieren: beispielsweise erhielten Kinder bis 15 Jahre im Jahr 2003 insgesamt 1,1 Millionen Leistungen.

 

Bei welchen Störungen und Erkrankungen werden Kinder an einen Heilmittel-Therapeuten überwiesen? Ein Teil der kleinen Heilmittelpatienten leidet unter angeborenen oder sehr früh erworbenen Krankheiten oder Entwicklungsstörungen wie Mucoviszidose, infantiler Cerebralparese oder anatomischen Anomalien. Daneben berichten die Sprachorgane des öffentlichen Gesundheitswesens, Kinderärzte und Lehrer seit einigen Jahren von einer Zunahme von Entwicklungsstörungen bei Kindern.

 

Unter dem Begriff „Entwicklungsstörung“ vereinen sich dabei so unterschiedliche Beeinträchtigungen der normalen Entwicklung eines Kindes wie: Sprachentwicklungsstörung, Lese- und Rechtschreibschwäche und motorische Störungen verschiedenster Art. Die Ursachen der Entwicklungsstörungen können in den veränderten Lebensbedingungen der Kinder gesehen werden.

 

In der vorliegenden Publikation "Therapien für die Kleinen" werden die Verordnungen für Kinder nach Altersgruppen und Geschlecht differenziert betrachtet. Gerade die in die Therapiebereiche Logopädie und Ergotherapie fallenden Verordnungen zur Behebung von Entwicklungsstörungen, aber auch der regelrechte Sprung auf den Verordnungsgipfel in der Altersgruppe der 5- bis 9-Jährigen sind aus den Daten des AOK-HIS ersichtlich.

Ansprechpartner

Helmut Schröder

Tel. 030/34646-2115

helmut.schroeder(at)wido.bv.aok.de

 

Andrea Waltersbacher

Tel. 030/34646-2567

andrea.waltersbacher(at)wido.bv.aok.de

 

Downloads

Heilmittelverordnungen 2003 >>>

Heilmittelverordnungen an Kinder 2003 >>>