Home
Home
Impressum
Impressum

Wissenschaftliches Institut der AOK


Kapitel 15 – Krankenhaus-Report 2018 – Abstract

                 

Bernd Hillebrandt

               

Sektorenübergreifende Kooperationen zwischen den Leistungserbringern im Gesundheitswesen setzen strukturierte Informationen und eine elektronische Kommunikation zwischen allen am Heilungsprozess Beteiligten voraus. Dabei muss der Zugang zu allen für die Gesundheitsversorgung erforderlichen Informationen unabhängig von Ort und Zeit sein. Dies ist nicht nur, aber vor allem in dünn besiedelten Flächenländern die Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung. Trotzdem steht Deutschland bei der digitalen Patientenversorgung immer noch am Anfang.

Insbesondere die Versorgung von Patienten mit Herzerkrankungen ist in Mecklenburg-Vorpommern (MV) im Bundesvergleich unterdurchschnittlich (z. B. höhere Sterblichkeit beim Myokardinfarkt). Ein Grund dafür ist die geringere Dichte und damit die Erreichbarkeit von Spezialisten und spezialisierten Einrichtungen in der Herzmedizin. Am Beispiel des Projektes „HerzEffekt MV“ wird beschrieben, wie Patienten mit bestimmten herz-medizinischen Problemen unabhängig von ihrem Wohnort „aus der Ferne“ beobachtet und nachgesorgt werden. Wichtige Informationen werden zentral gesammelt und verarbeitet, um den Patienten und Ärzten vor Ort Hinweise zur adäquaten Versorgung zu geben. Dazu werden die häufi gen Krankheitsbilder über eine Telemedizin-gestütztes Care-Center in Prävention, Diagnostik und Therapie gesteuert. Die Behandlung wird zentriert über den gesamten Krankheitsverlauf hinweg zusammen mit dem Hausarzt/Kardiologen und den weiteren an der Versorgung Beteiligten koordiniert. Die Fernversorgung orientiert sich im ersten Schritt an ausgewählten kardiologischen Indikationen, die später ausgeweitet werden können.

Ansprechpartner

Dr. Gregor Leclerque

Tel. 030/34646-2267

gregor.leclerque(at)wido.bv.aok.de

 

Susanne Sollmann

Tel. 030/34646-2118

susanne.sollmann(at)wido.bv.aok.de