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Wissenschaftliches Institut der AOK


Kapitel 2 – Versorgungs-Report 2015/2016 – Abstract

                 

Jutta Spindler

  

Für 2,1 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre (15,7 %) war im Jahr 2013 ein Krankenhausaufenthalt erforderlich. Im Schnitt dauerte ihre vollstationäre Behandlung fünf Tage. Der Beitrag basiert auf Diagnosedaten der Krankenhäuser von 2001 bis 2013 und Daten der DRG-Statistik von 2005 bis 2013. Er betrachtet die unter 3-Jährigen (Säuglinge und Kleinkinder), die 3- bis 6-Jährigen (Vorschulkinder), die 7- bis 13-Jährigen (Schulkinder) sowie die 14- bis 17-Jährigen (Jugendliche). Im Vordergrund stehen die Aufnahmeanlässe und Entlassungsgründe, die häufigsten Diagnosen sowie die im Krankenhaus vorgenommenen Operationen und Prozeduren.

Als häufigste Diagnosegruppen sind Verletzungen und Vergiftungen sowie Krankheiten des Atmungssystems bei Jungen weit häufiger als bei Mädchen (145 100 zu 102 500 bzw. 140 900 zu 109 000 Behandlungsfälle). Jungen werden gut 1,4 Mal häufiger operiert als Mädchen (387 500 vs. 279 900 Maßnahmen). Die häufigste Operation (4-Steller, Altersgruppe 0–17 Jahre) war die Parazentese, gefolgt von der Adenotomie und Appendektomie. Der Anteil operierter Patientinnen und Patienten bei den stationär behandelten Kindern und Jugendlichen ist von 20,4 % im Jahr 2005 auf 17,0 % im Jahr 2013 zurückgegangen. Auf Basis einer Modellrechnung erfolgt ein Ausblick, wie die Entwicklung der Behandlungsfälle von Kindern und Jugendlichen bis zum Jahr 2020 und 2030 aussehen könnte.

Ansprechpartner

Christian Günster

Tel. 030/34646-2128

christian.guenster(at)wido.bv.aok.de

 

Bettina Gerste

Tel. 030/34646-2119

bettina.gerste(at)wido.bv.aok.de