Gesundheitsatlas Osteoporose
Fast jede vierte hochaltrige Frau von Osteoporose betroffen

Bei insgesamt 2,15 Millionen Menschen ab dem 35. Lebensjahr in Deutschland wurde im Jahr 2023 eine Osteoporose diagnostiziert. Das entspricht einem Anteil (Prävalenz) von 4,0 Prozent der Bevölkerung. Dies ist der niedrigste Wert der zurückliegenden sechs Jahre. Im Jahr 2017 lag die Osteoporoseprävalenz in Deutschland noch bei 4,6 Prozent.
Osteoporose ist eine muskuloskelettale Erkrankung, die besonders Frauen nach den Wechseljahren betrifft. Knapp ein Drittel der Frauen über 90 Jahren (29,2 Prozent) leidet unter den Folgen des Knochenschwunds.
Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede, wie der Gesundheitsatlas Deutschland zeigt. Während im Landkreis Mainz-Bingen 2,7 Prozent der Bürgerinnen und Bürger betroffen sind, ist die Prävalenz im Landkreis Suhl mehr als doppelt so hoch. Über die 400 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland betrachtet, finden sich besonders hohe Prävalenzen in einigen Regionen im Osten und Nordosten Deutschlands sowie im Norden und Osten Bayerns.
Analysen nach der Siedlungsstruktur zeigen eine höhere Krankheitshäufigkeit in ländlichen Kreisen. Außerdem findet sich ein Zusammenhang mit der sozioökonomischen Deprivation und dem Anteil rauchender Personen.
Der Gesundheitsatlas Deutschland Osteoporose steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Ergänzend zum Gesundheitsatlas Deutschland gibt es auch regionale Berichte für die Bundesländer bzw. für die KV-Regionen Nordrhein und Westfalen-Lippe.
Bei Interesse am Gesundheitsatlas für Ihre Region besuchen Sie https://www.gesundheitsatlas-deutschland.de/ oder wenden sich bitte an die Pressestelle der jeweils zuständigen AOK.