Hybrid-DRGs lassen Fallzahlen und Ausgaben in die Höhe schnellen

Die Einführung spezieller Fallpauschalen, die eine Verlagerung von Krankenhaus-Behandlungen in den ambulanten Bereich fördern sollen, hat 2025 zu einem starken Anstieg der Fallzahlen und zu stark gestiegenen Ausgaben für die gesetzlichen Krankenkassen geführt. Laut einer aktuellen Analyse des WIdO sind als Folge der Einführung der sogenannten Hybrid-DRGs im vergangenen Jahr 17 Prozent mehr Behandlungsfälle abgerechnet worden als im Vorjahr, was zu einem inflationsbereinigten Ausgabenanstieg von 14 Prozent für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) geführt hat. Das WIdO berechnet damit für das Jahr 2025 erhebliche Mehrausgaben in Höhe von etwa 360 Millionen Euro. Für 2026 prognostiziert das Institut eine Verstetigung dieser Ausgaben- und Mengeneffekte.

Die auf Basis der Hybrid-DRGs abgerechneten Leistungen sind nicht neu hinzugekommen. Die gleichen Leistungen wurden bislang von Krankenhäusern und Vertragsärztinnen und -ärzten nur anders abgerechnet – entweder stationär als Fallpauschale oder ambulant am Krankenhaus und im vertragsärztlichen Bereich nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM). Für die aktuelle Auswirkungsanalyse hat das WIdO daher zunächst ermittelt, wie die Hybrid-DRG-Leistungen in der Vergangenheit abgerechnet worden sind und welche Preise dafür gezahlt wurden.

> mehr